innenstadt wien

Autofrei – mit oder ohne Autos?

Riskante Spielchen mit der Zukunft der Innenstadt

Die Leser älteren Semesters werden sich an den Fußballtormann erinnern, der einen harmlosen Roller mit einem spektakulären Hechtsprung “bändigte”. Die Zuschauergalerie war ihrem Walter Zeman dankbar und jubelte ausgelassen.

Leider ist die Methode sich für die eigene Galerie zu schmeißen heute vom grünen Rasen in die Politik übersiedelt. Jüngstes Beispiel ist die “autofreie Innenstadt”. Oder soll man wirklich glauben, dass diese großspurige Ansage dazu führt, dass kein Auto in den Bereich des Innenbezirks eindringen wird und die Gemeinde Wien die Besitzer der dann rd. 20 absolut wertlos gewordenen Parkhäuser entschädigen wird? Und was würde sie dann damit tun? Atomschutzbunker oder Fahrradabstellplätze wären eine Idee. Allein die mit viel Tamtam angekündigte Garage unter dem Neuen Markt würde einer 5-stelligen Anzahl der geliebten Tretfahrzeuge Platz bieten.

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Werden sich Lieferanten, Installateure, Wartungs- und Reinigungsfirmen, Serviceunternehmen aller Art oder Handelsagenten der ehemals gebräuchlichen Eselskarren bedienen, nur damit auf den zum Fahrzeugverkehr gebauten Straßen kein Motorengeräusch zu hören ist?

Ist es der Versuch jenen, die sich jeweils um Millionen in 1010 Wien angesiedelt haben, warme Eislutscher anzubieten, nämlich vom Lärm unbehelligt im Zentrum einer Großstadt zu wohnen, womöglich mit einem Parkplatz vor der Türe?

Wir müssen froh sein, wenn nach der COVID-Attacke, die ja noch nicht vorbei ist, auch die rund 1500 im 1. Bezirk ansässigen Unternehmen die Kraft haben ihr Überleben zu sichern.

Die Situation ist ernst und da ist es keine glänzende Idee mögliche Käufer, nur weil sie mit dem Auto anreisen wollen, aus dem Zentrum zu vertreiben.

Wie die Wiener Wirtschaftskammer hat sich auch der Bürgermeister für eine  s i n n v o l l e Verkehrsberuhigung ausgesprochen. Wollen wir doch hoffen, dass er sich durchsetzt. Wenn nicht, bleibt uns nichts anderes übrig, als alle rechtlichen Möglichkeiten zum Schutz und der Unterstützung unserer Mitglieder auszuschöpfen.

Feedback und Kommentare sind herzlichst willkommen!

 

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krammer

Wien hat dringenden Konzeptbedarf

Albert Einstein hat einmal von der Perfektion der Mittel gesprochen, der die Konfusion der Ziele gegenüber steht. Seit 40 Jahren bin ich Kammerfunktionär in Wien und musste nie den Vorwurf einstecken aus eigensüchtig-politischen Motiven gehandelt zu haben.  Daher fühle ich mich zu nachstehender Kritik berechtigt. Was sich zurzeit rund um die Verkehrsproblematik in der Wiener Innenstadt abspielt, spottet jeder Beschreibung.

Es beginnt mit der Ankündigung einer “autofreien Innenstadt”, die allerdings wegen Beibehaltung von über 20 Ausnahmen und der Zusicherung an die Bewohner in Zukunft sozusagen die Alleinbenützer “ihres” Straßenraums zu werden, die Züge Trump’scher Übertreibungskomik annimmt.

Der Zeitpunkt die Unternehmer in 1010 in Angst und Schrecken zu versetzen, hätte unmittelbar nach 2 Monaten Lock down nicht wirkungsvoller gewählt werden können. Auch die Genialität eine Tiefgarage als obsolet dastehen zu lassen, die sich schon in der 2. Bauphase befindet, muss man erst einmal haben.

Hauptdarsteller sind ein völlig auf seine Wählergemeinde fokussierter Bezirksvorsteher (alle anderen Benützer des Raums innerhalb des Rings werden quasi ausgeblendet) und eine Stadträtin, der es hauptsächlich darum zu gehen scheint, dass noch vor dem Oktober möglichst viele Tafeln  und Bodenmarkierungen affichiert werden, um die eigene Klientel zu begeistern und Aktivität zu suggerieren.

Der Herr Bürgermeister vermisst nachdrücklich ein fundiertes Konzept . Das tun wir auch. Aber er gehört zu den wenigen Menschen, die diesem absurden Treiben tatsächlich ein Ende setzen kann.

Eine gut organisierte Stadt braucht ein funktionierendes Zusammenwirken der verschiedenen Bevölkerungsgruppen, der denkbaren Mobilitäts- und Logistikmittel, der Wirtschaftstreibenden und ihrer Mitarbeiter, in Wien besonders auch des Kulturbetriebs  und natürlich einer kompetenten Stadtverwaltung (um nur die wichtigsten Komponenten zu nennen). Besonders gilt das selbstverständlich für das Zentrum.

Ich gehe davon aus, dass es  zumindest 2 Jahre Vorbereitung braucht, wenn man ein Stadtgebiet von Größe und Bedeutung der Wiener Innenstadt in Bezug auf Verkehr und alle nachgelagerten Problemfelder umorganisieren möchte. Mit  beinhaltet ein faktenbasiertes Konzept mit allen Details. Am Steuer endlich kompetente Leute und dann ein verantwortungsvolles  und zukunftsweisendes Handeln.
Uns allen liegt Wien am Herzen.

FEEDBACK ist IMMER WILLKOMMEN

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Unternehmensführung ist ein artistischer Knochenjob

Unternehmensführung ist ein artistischer Knochenjob, besonders wenn es sich um eine kleine Firma handelt, weil man meistens alles selbst machen muss und weil wir in der Regel engagierte Einzelkämpfer sind. Darum verzichten wir auch noch auf Hilfe von außen.

Manchmal aus finanziellen Gründen, aus Stolz, weil wir zu wenig Zeit haben über diese Möglichkeit nachzudenken und vor allem, weil uns ohnedies niemand helfen kann. Sie sehen, aus mir sprechen  40 Jahre eigene Erfahrung. Mittlerweile weiß ich aber: geschickt ist das nicht!

clowns

Foto: shutterstock

Rufen Sie bei Bedarf in Ihrem Wiener Gremium der Handelsagenten an
Tel. 01 51450 3268, E: handelsagenten@wkw.at

Tun Sie es im eigenen Interesse. Große Firmen, die sich durchaus selbst helfen könnten, machen das laufend. Und seien Sie geduldig.

S i e kennen Ihr Problem, Ihre Gesprächspartner müssen es erst kennenlernen!

Es gäbe Heulen und Zähneknirschen

würde es von heute auf morgen die Wirtschaftskammer nicht mehr geben. Seit meiner Wahl zum Obmann 2005 haben Mitglieder der Handelsagentenfachgruppe 40.000 mal die Fachgruppe oder die Fachabteilungen der Kammer kontaktiert. Vielen half dieser Kontakt aus der Patsche, andere wollten nur eine einfache Information. Wichtig ist, dass Sie als Einzelunternehmen für nur 80 EURO jährlich (und das seit mehr als 10 Jahren unverändert) voll dabei sind.

Gehen Sie zur Kammerwahl 3. – 5.März 2020

Auch wenn Sie die Kammer nicht lieben. Sie lieben ja auch die ÖBB, den ÖAMTC , die Feuerwehr und die Friedhofsverwaltung nicht. Aber bei allen ist es gut, dass es sie gibt und wir wollen sie auch weiter nutzen. In anderen Ländern wäre man froh man hätte eine demokratisch organisierte Wirtschaftskammer, die aktiv und umfassend für ihre Mitglieder eintritt. Üben Sie daher Ihr Wahlrecht aus!

Serviceleistungen der Handelsagenten

Zum Schluss noch die wichtigsten Serviceleistungen des Landesgremiums Wien der Handelsagenten

  • YOUNG URBAN COMMERCIAL AGENTS – Projekt für junge Handelsagentinnen und Handelsagenten
  • Fachseminare zu unerreicht niederen Preisen z.B 7-teilige Workshopreihe Digitalisierung
  • Zuschuss zur Erstprämie der Spezial – Rechtsschutzversicherung
  • Kostenlose Erstberatung Handelsagentenrecht
  • Kostenlose Erstberatung in Steuerfragen
  • Kostenlose Einführungsberatung für Gewerbescheinneulinge
  • Kostenlose allgemeine Beratung in Berufsfragen
  • Kostenloser Eintrag in die österr. Vertretungsbörse und in die internationale IUCAB-Datenbank
  • Hoch gefördertes Coaching für Betriebsführung
  • Muster – Vertretungsverträge in 5 Sprachen.
  • Günstigste Präsentationsräume im Haus der Wiener Wirtschaft
  • SEARCH. Laufende Information über Vertretungsangebote ausländischer Botschaften

Rufen Sie bei Bedarf in Ihrem Wiener Gremium der Handelsagenten an
Tel. 01 51450 3268, E: handelsagenten@wkw.at

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glasperlen

Muss Umweltschutz schmerzen? Ich glaube das nicht!

Ob die Bedingungen auf der Erde lebensfreundlich sind oder nicht, ist gerade nur für die Lebewesen von existenzieller Bedeutung. Den um einen Fixstern kreisenden runden Felshaufen Erde hingegen kratzt das gar nicht. Verhalten w i r uns rücksichtslos, egoistisch und ohne Vernunft, schießen wir nur uns selbst ins Knie und den meisten anderen Arten. Es braucht also zum eigenen Nutzen den sorgsamen, nachhaltig umsichtigen Umgang mit der Natur, aber er soll (das wünschen wir uns zumindest noch) für den modernen Menschen erträglich sein!

Mit der Beherrschung des Feuers und der Erfindung der Sesshaftigkeit hat die Menschensippe begonnen gegen den Ablauf der Natur zu handeln.

Höhlenmenschencredit  I am Jiffy  shutterstock

Der homo sapiens (= verständig, vernünftig, klug, weise, einsichtsvoll) hat es in der Folge am wildesten getrieben. So lange es auf der ganzen Erde nur wenige davon gegeben hat – vor 10.000 Jahren waren es geschätzte 10 Mio, um Christi Geburt ca. 300 Mio – waren die Auswirkungen schlimmstenfalls lokal. Heute sind wir aber rd. 26 mal so viele und haben zu unserem Vorteil und unserer Bequemlichkeit alles mögliche Teufelszeug erfunden und eingeführt.

Muss Umweltschutz foltern? Ist die fundamentale Freudlosigkeit ein unabdingbares Ziel?
Ich frage anders: hat anfänglich das Prinzip weh getan, sich nach dem Klogehen die Hände zu waschen? Und dennoch war es eine revolutionäre und im höchsten Maß zielführende Maßnahme.

Tut die Mülltrennung weh? Geht Mobilität nur in ihrer dreckigsten Form? Alles sicher nicht.
Jedoch Umweltschutz mit radikalster Entbehrung und gnadenlosem Verbot gleichzusetzen ist ein Marketinggag, um möglichst viel Aufmerksamkeit für eine – zugegeben – äußerst wichtige Sache zu gewinnen. Nach dem Motto: gute Medizin muss scheußlich schmecken, damit man weiß, dass sie wirkt.

glasperlen

Wir Menschen sind es seit jeher gewohnt Belastungen, Veränderungen und Verzicht – wenn diese freiwillig abgewickelt werden sollen – nur gegen eine “ausgleichende Belohnung” in Form von Anreizen oder kleinen Gegengeschenken (ganz egal, was es ist) zu akzeptieren.

Den Leuten am flachen Land das Auto völlig zu vermiesen ohne ihnen Bus, Bahn, Ruftaxi oder günstiges car to go zu garantieren, wird ins Auge gehen. Ebenso Fabriken zu verjagen und als Gegenleistung die gekündigten Arbeiter zum AMS zu schicken.

Dass eine 14-Stunden-Räderung durch die ÖBB die Morgenmaschine von Wien nach Brüssel ablösen wird, wage ich ebenso zu bezweifeln. Da werden sich die Leute an den Schaltstellen der Macht Besseres einfallen lassen müssen.

TAUSCHE SCHMUTZIGES GEGEN SAUBERES geht nur – eigentlich gar nicht erstaunlich – mit Augenmaß und einer passenden vernünftigen Argumentation. Massiver Zwang fördert meistens den Widerstand bzw. die Illegalität.

Wichtiger sind die kleinen, aber konsequenten Schritte und dass wir alle noch mehr lernen uns mit Einsicht und ein wenig Freude für die gute Sache in die Riemen zu legen und nach Kräften zu ziehen.

Und alle in die gleiche Richtung, das wäre echt mega cool!

 

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sonnenbrille

Kolleginnen, tragt Sonnenbrillen!

Wer mich kennt, wird sich wundern. Aber langsam werde ich auch ins feministische Lager abgedrängt. Ich beziehe mich auf die bizarre Debatte in den social media und in einer Wiener Tageszeitung über den “eiskalten” Blick des weiblichen Regierungsmitglieds E. und der damit verbundenen Einschätzung ihres Charakters.

Zu ihrem Berufsbild gehört es augenscheinlich in aller Öffentlichkeit auch mit ihren Körpermerkmalen Diskussionsstoff bieten zu müssen. Obwohl ein solcher Vorgang unter  einigermaßen gut erzogenen Menschen verpönt ist.

Ich bin nicht so weltfremd, nicht zu wissen, dass wir alle privat und bei  unserer Berufsausübung beobachtet werden. Johann  Nestroy wird 1840 mit seinem “Talisman” auch wahrhaftig  bestehende Vorurteile angegangen sein, als er  darin einer rothaarigen (!) Salome Pockerl  ein Denkmal gesetzt hat. 1840 nicht 2020!

Etwa 15% unserer Fachgruppenmitglieder sind Frauen. Der Ruf der Handelsagentinnen ist durch Kompetenz und Zielstrebigkeit gekennzeichnet. (das kann ich nach 31 Jahren Obmanntätigkeit beurteilen). Und wenn Geschäftspartner der einen oder anderen Kollegin gern in die Augen schauen, dann vermutlich wegen der Farbe und nicht wegen der Temperatur des Blicks.

Als Vertreter der älteren Generation wäre es mir lieber es gäbe weniger aufgesetzte correctness und dafür mehr Anstand.

sonnenbrille

Foto: Pixabay.com

 

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Einladung: 10 Rechtstipps für Handelsagenten

Kommen Sie zum Vortrag unseres Vertrauensanwalts Dr. Gustav Breiter zu den wesentlichsten Punkten des Handelsvertreterrechts im Rahmen der WOCHE DER WIENER WIRTSCHAFT 

Zeit: 3.Februar 2020 um 17 Uhr – laufende Termine, bitte nachfragen!

Ort: Wiener Wirtschaftskammer, Straße der Wr. Wirtschaft 1 

Kosten: Eintritt frei. Sie und Ihre Begleitung sind herzlich eingeladen. 

Anmeldung: unbedingt erforderlich unter Tel. 51450 3268, Fr. Hackstock  –  Email handelsagenten@wkw.at

Dr. Gustav Breiter

 

 

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Kundengespräch – eine Erinnerung

Wenn ich behaupte “digitaler Autismus” greife um sich, ist das kein medizinischer Befund und auch nicht meine Absicht Menschen nahe zu treten, die sich  im Autismus-Spektrum befinden. Es ist nur eine hilflose Beschreibung dessen, dass eine steigende Anzahl von Mitmenschen  sehr reduzierte Auffassungen von “sozialer Interaktion” hat. Für sie scheint  schon whatsapp eine hohe Kommunikationsstufe darzustellen.

Stephanie-Hofschlaeger_pixelio.de

 

Ich schätze, ja liebe unseren Beruf des Handelsagenten nicht zuletzt deshalb, weil er mir Jahrzehnte Kontakt zu den unterschiedlichsten Menschen verschiedener Nationalitäten, mit den erstaunlichsten Fähigkeiten, Lebensformen und Anschauungen ermöglichte. Und zwar persönlich – von Angesicht zu Angesicht. Da ist lebenslange Freundschaft aber auch Gegnerschaft entstanden, was ich mit meinem vielleicht paradox wirkenden Ausdruck der “geistigen Körperwärme” umschreiben will.

Zum Berufsbild gehörte es, sich von Mensch zu Mensch auszutauschen und für uns ältere Semester ist das wahrscheinlich noch heute so. Z.B. eine beschwerliche Anreise und unbequeme Übernachtung auf sich zu nehmen, um am nächsten Morgen bei einer Tasse Kaffee  mit Geschäftspartnern die Aspekte  eines gemeinsamen Projekts Aug in Aug zu besprechen.

Weil das heute über weite Strecken als überholt gilt, entfällt auch der Handschlag, der damals das Geschäft besiegelte. Deshalb braucht es auch die sogar in der Politik beschworene Handschlagsqualität nicht mehr.

Ich bin dennoch ein hoffnungsloser Optimist und so will ich mir nicht vorstellen, dass es im Jahr 2300 in den gebräuchlichen Geschichtslehrmitteln heißen wird: Das 21. Jahrhundert brachte eine entscheidende Wende in der Entwicklung der Menschen. Sie hörten  auf miteinander zu reden.

IHRE KOMMENTARE SIND WILLKOMMEN

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Steuerkünstler

sind nicht die Zauberer, die die Steuerpflicht möglichst kunstvoll umgehen, sondern diejenigen, die die umfangreichen und komplizierten  Steuergesetze und Erlässe bis ins kleinste Detail in ihrer Steuererklärung berücksichtigen und dabei dennoch alle Möglichkeiten nützen, legales Steuersparen zu betreiben. Werden auch Sie zum Steuerkünstler!

Shutterstock Editor AtLarge

 

Ganz ohne Netz müssen Selbständige in Österreich ja Gott sei Dank nicht mehr arbeiten (Steuerberater, Sozialversicherung, Wirtschaftskammer) , aber nicht wenige fühlen sich schon so wie der mutige Bursch auf unserem Bild.

Wertvolle Informationen zu diesem Thema

Wann :                 Montag 2.März um 18 Uhr

Wo:                       Haus der Wiener Wirtschaft / Straße der Wiener Wirtschaft 1, 1020 Wien

 Mag. Ursula Kilzer,  Vertrauenssteuerberaterin des Gremiums der Handelsagenten hält, speziell abgestellt auf Kleinbetriebe, einen Vortrag zum Thema

“Papierlose Buchhaltung und alles Neue bei  der Steuer”

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, rasche Anmeldung daher empfehlenswert.T +43 1 514 50 3268 | F +43 1 514 50 93262
E handelsagenten@wkw.at |  

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Arbeitszeitverkürzung für Selbständige?

Gesellschaft und Ökonomie ändern sich rapide. Welche Auswirkungen bringt das für die Arbeitszeit der Selbständigen? Nach einer Umfrage der AK Oberösterreich wünschen die Arbeitnehmer, die mehr als 30 Stunden pro Woche arbeiten, weniger Wochenstunden – hingegen wollen die unter 30 Stunden Arbeitenden mehr Wochenstunden.

Da interessiert es doch, wie viel  denn heute z.B. die Wochenarbeitszeit von kleinbetrieblich tätigen Unternehmern ausmacht (sagen wir: von Handelsagenten)? Die Spanne reicht von der totalen Selbstausbeutung bis zum ökonomischen Mindesterfordernis weniger Stunden. Wird sie sich ändern und wie wird sie sich ändern?

Foto: Shutterstock  795080626

Zwei deutlich erkennbare Umstände haben immer mehr Einfluss auf die menschliche Arbeitszeit in den entwickelten Ländern:    

A) Die Neubewertung der Arbeit                                                                                                                  in Richtung  “Ich möchte kürzer arbeiten und mehr Zeit haben für meine Familie/die Pflege meiner alten kranken Mutter/meine Hobbies/meine Weiterbildung etc. etc. ” bedeutet, man sucht ein neues Verhältnis zwischen Arbeit und sinnvoller Freizeit. Das wird auch an den Selbständigen nicht vorbeigehen. Den vollen finanziellen Ausgleich stelle ich mir sowohl bei Selbstständigen wie bei Unselbständigen in jeder Hinsicht schwierig vor.

B) Die im totalen Umbruch befindliche Arbeitswelt,                                                                      die für ein gleich bleibendes Ergebnis immer weniger menschlichen Zeiteinsatz benötigt oder manchmal diesen Einsatz sogar zu verhindern sucht. (Automatisierung/Digitalisierung/Künstliche Intelligenz etc. etc.)

Welchen Einfluss hat das auf die  Eine-Person-Unternehmen (EPUs) und die Chefs der KMUs jetzt und wie wird es in 10, 20 Jahren sein? Wie groß wird der Anpassungsdruck auf kleine Unternehmen durch ein noch weiter erhöhtes Tempo ihrer wirtschaftlichen Umgebung (Kunden und Lieferanten)? Wird der ständig drängende Technologiefortschritt auch im Bereich der Kleinstunternehmer zum Helfer in der Frage der Arbeitszeitverkürzung  oder  kommen Herr und Frau Unternehmer dann überhaupt nicht mehr zum Schlafen?

Spielen Sie Prophet und

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Eine Frage der Ehre

Ich bin nicht sicher, dass alle renommierten Persönlichkeiten, die eventuell ebenfalls in Frage gekommen sind, die Position einer Notnagel-Bundeskanzlerin, eleganter ausgedrückt Übergangsbundeskanzlerin eingenommen hätten. Welcher Ruhm war da schon zu ernten? Wie viele Fallstricke waren von Haus aus gespannt worden?

Foto Bernd  Deschauer / pixelio.de

Heute hat sich Frau Dr. Bierlein nach etwa einem halben Jahr wieder verabschiedet. “Es war die größte Ehre meines Lebens”.

Ohne die Archive durchstöbert zu haben, ist es für mich gewiss, dass wir einen solchen Satz von aus dem öffentlichen Amt scheidenden Personen in den letzten Jahrzehnten recht selten oder gar nicht gehört haben. Diese Posten sind üblicherweise mit einem gerüttelten Maß von Verfügungsgewalt, Ansehen, einer guten Bezahlung, der beachtlichen Zahl von Privilegien und jeder öffentlichen Aufmerksamkeit verbunden. So hält die Bevölkerung dies alles für ein ausreichendes Äquivalent dafür, dass sich ein führender Politiker Tag und Nacht allen (un)denkbaren Annehmlichkeiten und Unannehmlichkeiten aussetzt. Das erspart auch, sich Gedanken darüber zu machen, ob die Begleiterscheinungen einer solchen Tätigkeit vielleicht nicht einmal dem sprichwörtlich “ärgsten Feind” zumutbar sind.

Fällt Ihnen auf, dass das Wort Ehre im letzten Absatz nicht ein einziges Mal vorgekommen ist? Wann fühlen Sie sich geehrt? Wenn – abgesehen von dem ganzen Klimbim, der mit einer Aufgabe verbunden ist – Sie außerordentliche Wertschätzung erfahren, wenn man Ihnen größtes Vertrauen entgegenbringt, wenn man ein hohes Gut in Ihre Hände legt, wenn Ihre persönliche Integrität nie in Zweifel gezogen wird.

Für die Übernahme  öffentlicher Ämter aller Art sollten das selbstverständliche Voraussetzungen sein. Der Verdienst von Frau Dr. Bierlein ist es nicht zuletzt, dass sie in der Zeit einer mit “fakes” überschwemmten Welt das öffentliche Amt wieder zu einer Frage der Ehre gemacht hat.

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Es wird Zeit für den ökologischen Vorsteuerabzug

Seit Jahren verlangt der Fachverband österreichischer Handelsagenten den Vorsteuerabzug für Anschaffung, Miete, Leasing, Betrieb und laufende Kosten betrieblich genutzter PKWs unter Berücksichtigung  ÖKOLOGISCHER KRITERIEN.

Eine Regierung mit starker grüner Beteiligung, sollte zu dieser lange bestehenden Forderung der österreichischen Handelsagenten NICHT NEIN sagen können. Nichts hat sich daran geändert, dass man diesen Beruf nur unter Verwendung eines individuellen Fahrzeugs bewältigt , das bei einem üblichen Vertretungsgebiet kein Roller und kein Fahrrad sein kann.

Immer wieder haben wir darauf verwiesen, dass die jetzige Liste der vorsteuerabzugsberechtigten PKWs nicht den Berufserfordernissen der meisten Kollegen entspricht. Da gibt es vernünftigere und vor allem flexiblere Möglichkeiten. In vielen EU-Ländern gibt es derartige Regelungen, weil man vor allem kleine Unternehmen nicht sinnlos bestrafen will.

Und so ziehen mit unserer Unterstützung Bundesgremialvorsteher Hieger und unser Bundesgeschäftsführer Mag. Rebernig unverzagt, aber bisher ergebnislos, von Minister zu Minister, um unsere Idee einer ökologisch vertretbaren Lösung zu verkaufen, die den Berufsausübenden mehr Gerechtigkeit bringt.

Wenn sich jetzt schon die als Wirtschaftspartei bezeichnete Fraktion mit der Umweltschutzfraktion zu einer Regierung zusammenfindet, na dann wär’s doch  

Foto: Christian v. R. / pixelio.de

an der Zeit einem süßen kleinen ökologischen (Neujahrs)-Vorsteuerabzugsbaby für Handelsagenten auf die Welt zu helfen!

 

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Smart  und clever – young forever

Junge Wiener Handelsagenten sammeln sich in dem neuen Projekt des Wiener Gremiums                                          YOUNG URBAN COMMERCIAL AGENTS  ( YUCA )                                          Wer am 9.1. an dem exklusiven Startmeeting im DC-Tower teilnehmen will, meldet sich noch diese Woche bei unserem Projektleiter

Mag.(FH), PhDr. Gerald A. Hollaus, MSc
T +43 676 925 920 1
E gerald@hollaus.co.at

YUCA wird seinen Mitgliedern die Möglichkeit der Vernetzung, des beruflichen Erfahrungsaustauschs  und allenfalls gemeinsamer Initiativen zur besseren Bewältigung von Problemen geben, die – auch wenn es sich um unterschiedliche Branchen handelt – für Klein- und Mittelbetriebe im Endeffekt doch gleich sind. Die Teilnahme ist für Mitglieder des Wiener Gremiums natürlich kostenlos.

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Raubt Abendfussball Insekten den Schlaf?

Ein Problem, das  in der heutigen  ZIB 1 aufgeworfen wurde, in der es hieß, dass Flutlicht im Stadion die Regierungsbildung in Österreich vielleicht nicht gefährdet, aber zumindest behindert .

Man kann verstehen, dass ein tagaktives Insekt  am Morgen seine Appositionsaugen nicht mehr aufkriegt , weil man ihm am Vorabend mit rund 2.000 Lux (UEFA-Standard für Stadien)  in ebendiese hineingeleuchtet hat.

 

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Wenn ich allerdings  solches nicht als zentrales Bedrohungsszenarium ansehe (weder für die Umwelt, noch für die Regierungsbildung), könnten mir missionarische Umweltschützer menschliche Egomanie vorwerfen und Rücksichtslosigkeit gegenüber meinem biologischen Umfeld. Aber auch Menschen, die arbeiten und leben, sind mein biologisches Umfeld.

Mir geht einfach die Prioritätensetzung ab.

Hätte sich der homo sapiens Rechenschaft darüber abgeben können und wollen, dass er vor 300.000 Jahren mit bewusster Nutzung des offenen Feuers negativen Einfluss auf die Umwelt nahm  und hätte er demzufolge von Haus aus alle diesbezüglichen Aktivitäten unterlassen, dann wäre die Menschheit schon spätestens vor 10.000 Jahren am Ende gewesen. Die fortschreitende Entwicklung des Menschen brachte zwangsweise einen ständig steigenden Widerspruch zur Unberührtheit der Natur mit sich. Das ist noch kein Grund jeden derartigen Eingriff gut zu heißen. Aber sicher wird man 8 Milliarden (in Zukunft vielleicht 10 oder 12 Milliarden) Menschen nicht mehr ein Leben wie in der Steinzeit oktroyieren können.

Für jedes Umweltverbot braucht es einen ebenbürtigen Ersatz

Die heutigen  modernen Menschen wird man nicht zügeln können,  indem man um jede Mücke weint. Es gibt aber andererseits keinen Volksaufstand, wenn Plastiksackerln verboten werden, weil die Substitution in den Augen der Bevölkerung kein Problem ist. Das ausgerechnet mit fossilen Brennstoffen betriebene Auto werden nur wenige als unabdingbare Voraussetzung für individuelle Mobilität verlangen. Dann muss eben etwas anderes her.  Aber den Anspruch auf  individuelle Mobilität, deren Mittel  über das Fahrrad hinausgehen muss,  werden sich die Leute aus gutem Grund nicht nehmen lassen.

Die verschiedenen Lebensformen, Betriebe und  Berufe aller Art, Menschen in ihrer privaten Lebensführung verlangen doch nicht die widerspruchslose Hinnahme jedes umweltzerstörenden Wahnsinns. Aber Entscheidungssicherheit und akzeptable Alternativen zu den geächteten Produkten, Materialien und Technologien – das wäre doch schon etwas!

In Wirklichkeit gibt es 2 Engpässe: weltweite Zurverfügungstellung von sauberer Energie, die in ihrer Anwendung für alle Bereiche tauglich sein muss  und die Sicherung einer  gesellschaftlichen Ordnung, die dem Menschen Spielraum lässt für  Individualität, Hoffnungen, Träume und sinnhafte Selbstverwirklichung. Und da hinken Politik und Wissenschaft erheblich nach!

Mit unrealistischen Umweltforderungen die großen Betriebe aus dem Land zu treiben, die mittleren und kleinen Unternehmen zu martern, ohne ihnen einen gangbaren Ausweg zu weisen, das wird den Wohlstand abstürzen lassen und zur Flucht in die Illegalität führen.

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Madrid: Zwangsverheiratung von Klimadiskussion und Aufklärung ?

 

Ob in Venedigs Kirchen das Wasser bis zum Türgriff steht, weil die Temperaturen auf der Erde im Ablauf von Milliarden Jahren immer wieder von selbst rauf und runter gehen, oder ob der homo sapiens und seine Lebensweise dafür verantwortlich ist, oder beides, spielt für das Ergebnis nur eine periphere Rolle. Jetzt versteht es jeder: da ist echt was los!

Die Umweltschutzschraube wird weiter angezogen werden. Experten plädieren dafür den weltweiten jährlichen CO2- Ausstoß innerhalb eines Jahrzehnts zu halbieren.  Das greift unmittelbar menschliche Lebensgewohnheiten an und in Folge alles, was von diesen abhängt. Parallel dazu werden Globalisierung, Digitalisierung und Ökologisierung noch lang tiefe Schneisen in unsere liebgewonnenen Vorstellungen vom guten Leben schlagen. Und logischerweise wird sich auch der Sozialstaat infolgedessen plötzlich im Schwitzkasten befinden.

Auf den ersten Blick sind das keine guten Nachrichten.                                             

Wenn 500 Millionen Europäer ihr Leben umorganisieren müssen (und das wird kommen), wäre es gut dafür eine wirkungsvolle, wohlüberlegte, glaubhafte und für die Bevölkerung verständliche Strategie zu entwickeln. Regierungen werden ihre Bürger in einem gesamtheitlichen Ansatz für gröbere, weil wichtigere Einschnitte  gewinnen müssen, als es das Leben ohne Nylonsäckchen bedeutet. Da wird endlich nach dem Fake-Zeitalter die Rückkehr zu aufklärerischen, faktenbasierten Argumentationen und Entscheidungen unausweichlich sein, will man nicht der Egomanie, Gier und Dummheit Tür und Tor öffnen.

“Wie geht’s – was bringt’s – wann wirkt’s”                                                                             

wird wieder in den Mittelpunkt rücken. Das Marketing für eine gemeinsame, fein abgestimmte Kraftanstrengung aller relevanten Gesellschaftsteile muss her. So etwas gab’s nach 1945. Nicht freitags plärrende Schüler müssen zählen, nicht “Experten”, die sich gegenseitig durch die Talkshows prügeln, sondern zukunftsorientierte Szenarien, die durch realistisches Zahlenmaterial, naturwissenschaftliche Erkenntnisse und Rücksichtnahme auf die gesamtgesellschaftliche Machbarkeit gestützt werden. Vordergründige Klientelpolitik wird sich auf Dauer ebenso wenig halten wie das rücksichtslose Streben nach dem ideologischen Triumph.

Nicht nur das Überzeugen wird wichtig , sondern in gleichem Maß die Bereitschaft sich überzeugen zu lassen. Eine zerfaserte Gesellschaft wird wieder zusammenstehen müssen.

 

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Um 20 EURO ins Internetland

 

Die Serien – Workshops des Gremiums bezüglich Digitalisierung kleiner Unternehmen ist ein voller Erfolg. Die Workshops 1, 2 und 3 waren ausgebucht und wurden von den Teilnehmern auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 4 (nicht zufrieden) mit durchschnittlich  1,2 beurteilt.

Auch für die kommenden 4 Veranstaltungen (die Serie läuft bis März 2020) werden Zusatztermine angeboten, weil sonst nicht alle Interessenten untergebracht werden könnten.

Themen

WS 4       Erfolgreich sein mit Facebook, Instagram und                               Twitter

WS 5       Erfolgreich sein mit Xing und LinkedIn

WS 6       Paid Social Media als starke Werbeschiene

WS 7       Digital Kunden gewinnen & binden

Die Teilnahme für Mitglieder des Wiener Gremiums der Handelsagenten kostet 20 Euro/ Workshop. Auf unserer Webseite  finden Sie unter Starkes digitales Herbstprogramm Informationen über Zeit, Ort und Anmeldemöglichkeit.

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Ist das die Wende in der Bildungsdiskussion?

Die App eines 18jährigen schlägt ein wie ein Bombe. Sie ist kein Heilmittel und schon gar kein Allheilmittel. Aber der Vorgang zeigt den Wunsch nach einer zivilgesellschaftlichen Mitwirkung an der Lösung eines schwelenden Problems, das mit aller Härte die Jugend und deren Zukunft betrifft. Wird dieses nicht beseitigt, sind die sozialen und nationalökonomischen Folgen wie z.B der daraus resultierende Fachkräftemangel  unabsehbar.

Die Wirtschaft braucht gut ausgebildete Menschen. Hier sind auch die Sozialpartner aufgefordert sich  bedingungslos zu engagieren, mit Augenmaß für das Ganze.  Dass sich Betroffene an den Lehrern (auch an den guten) pauschal abreagieren, ist vielleicht menschlich begreifbar, aber völlig sinnlos, solange  das ganze System krankt.

Wenn Ausbildung nicht zur Lebensbewältigung führt, ist sie nutzlos und Chancendiebstahl an den Jungen.                                                                                            Persönlich kenne ich niemand, der  nicht sofort anspringt wie ein Rennwagen, wenn man ein Gespräch unter Freunden und Bekannten auf Schule und Bildung lenkt. Beim Vergleich des österreichischen Bildungswesens  mit jenem im  gut entwickelten Ausland schneiden wir je nachdem, was und wie verglichen wird,  gar nicht schlecht ab. Aber es ist schwer erträglich, dass angeblich 25% der Pflichtschulabgänger die Kulturbasics Lesen, Schreiben und Rechnen nicht beherrschen.                                                                                                                  Für die Mitglieder dieser Gruppe ist das schlichtweg ein Desaster. Die Hinnahme  eines derart katastrophalen Missstands verbannt  Menschenleben ins gesellschaftliche und ökonomische Kellergeschoss und beraubt das Land wertvoller Ressourcen.

Das Jammern und die Unzufriedenheit über die Defizite in der Ausbildung unserer Kinder währt Jahrzehnte.                                                                                                                                  Akademische und nichtakademische Fachleute, Politiker, Lehrergewerkschafter, Psychologen und Ideologen, Pädagogen und Soziologen, Journalisten und Analysten, Streetworker, Historiker und Zukunftsforscher , alle, alle, alle haben schon ihre Expertise angeboten oder sich sonstwie eingemischt. Delegationen sind in der Welt herumgereist, die Zahl der Schulversuche, welche schier unbegrenzt lang gewirkt bzw. nicht gewirkt haben, geht ans Unüberschaubare. Insider wieder fühlen sich zu Unrecht kritisiert, weil doch einiges besser geworden sei und man die stets schwieriger werdenden Umstände berücksichtigen müsse. Das alles, obwohl wir pro Kopf für Bildung mehr Geld ausgeben als die meisten anderen Länder.

Die Geduld der Österreicher ist offenbar ausgeschöpft und jetzt hat einer den Mumm den Hebel an einer ihm wichtig scheinenden Ecke anzusetzen.                                                     Zuverlässige und wirkungsfähige, gute Schulen sind eine öffentliche Aufgabe, die von Politik und Verwaltung vorrangig zu erfüllen ist. Dazu gehört auch das Bewusstsein, dass Schule nicht der Problemlöser für alles und jedes ist. Die Hasspostings gegen den App-Erfinder zeigen jedoch die Angst des Systems vor der Kraft der Öffentlichkeit.

 

 

 

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Ein falscher Click – das Geld ist weg

 

Cybercrime wird langsam zum Massenphänomen, das jeden treffen kann.                      Lt. einer Statistik, die auf Angaben des Bundesministeriums für Inneres beruht, stieg die Anzahl der Anzeigen beim BKA wegen Internetkriminalität seit dem Jahr 2004 auf das 20fache.

2018 waren es knapp unter 20.000. Davon konnten 37% aufgeklärt werden.

Nach Schätzung des  Verbands österreichischer Versicherungen (darin  sind alle privaten Versicherungsunternehmen vertreten, die in Österreich tätig sind) beläuft sich die Anzahl der Personen bzw. Unternehmen, die in den letzten Jahren in Österreich durch Cybercrime geschädigten wurden,  auf rund 1 Million.

Das Bundeskriminalamt, das in Wien  eine Meldestelle für Internetkriminalität betreibt, warnt vor den häufigsten Betrugsversuchen:

“Vermeintliche „Gratis“-Angebote, Phishing-Emails, gefälschte Gewinnbenachrichtigungen, Lösegeld-Trojaner, Notfall-Emails usw. Die Gefahren lauern in Sozialen Netzwerken, bei harmlosen Downloads und Email-Anhängen oder auf Internetseiten mit selbst aktivierenden Inhalten. Und zwar immer dann, wenn Unwissenheit oder Sicherheitslücken mit im Spiel sind. Das Cybercrime-Competence-Center informiert laufend über aktuelle Cybercrime-Phänomene.”

Lesen Sie zum Thema SCHUTZ  VOR CYBERCRIME mehr auf der  Homepage des Wiener Gremiums       

 

 

 

 

 

 

 

 

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Unsere Erinnerung an Prof. Gustav Peichl

 

Ehre und Vergnügen war es für das Gremium der Handelsagenten Prof. Gustav Peichl anlässlich der Auftaktveranstaltung 2011 auf dem “Nudelbrett” der improvisierten Bühne im damals noch existierenden MODUL als Gast begrüßen zu können.Heute ging die Nachricht über sein Ableben im 91. Lebensjahr durch die Medien.

Eine Würdigung des Phänomens Peichl steht uns nicht  zu. Da gibt es zweifellos Berufene. Wir können nur die Erinnerung an den Abend hervorholen. Es war nicht selbstverständlich, dass er sich diesen Auftritt antun wollte.


Aber es war zu erkennen, dass er keine Scheu vor Menschen hatte und sich (wie das oben stehende Bild zeigt) dessen bewusst war, dass er etwas zu sagen und seine Meinung Gewicht hatte. Seine auch an diesem Abend manchmal durchbrechende, aber keineswegs bösartige Grantelei  ließ erahnen, dass er  für sein ständiges Umfeld – sagen wir – eine Herausforderung sein konnte. Das dankbare Publikum ergötzte sich an seiner unverblümten Geradlinigkeit  sowohl in politischer Hinsicht wie daran, dass er mich (als seinen Bühnenpartner)  mit einem wütend gefauchten “Aber das ist doch Blödsinn” platt machte, weil ich unterstellt hatte, er würde nur seine eigenen Hochhäuser mit Wohlwollen tolerieren. Zum bejubelten Abschluss gab’s für ihn rote Rosen, die er vorerst skeptisch betrachtete und dann knurrte “die geb’  ich meiner Frau”.

Für viele Menschen baute Peichl Häuser, Generationen übermittelte er liebevoll ziselierte Nachrichten mit seiner spitzen Feder, allen Anwesenden schenkte er die Einmaligkeit dieser Begegnung mit einem unverwechselbaren  österreichischen Kulturträger.

Möge er in Frieden ruhen!

 

 

 

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Workshopreihe Digitalisierung startet am 26. September

Workshopreihe  Digitalisierung startet am 26. September

Der erste Workshop der 7-teiligen Serie gibt einen generellen Überblick über den Einfluss der Digitalisierung auf Informationstechnologien, Marketing, Kommunikation und Vertrieb. Ob groß oder klein, jedes Wirtschaftsunternehmen gleicht ohne die profunden Kenntnisse seiner digitalen Möglichkeiten einem Rennpferd mit 3 Beinen. Die Konkurrenz zieht ungehindert davon.

Gleichgültig wie Ihr Kerngeschäft aussieht,  auch Sie sind dieser Konkurrenz ausgesetzt. Wie wollen Sie branchenweit bekannt werden, wie soll Ihr Kontakt zu Ihrer geschäftlichen Umwelt den Anforderungen unserer Zeit entsprechen, wie wollen Sie bei einem enormen Konkurrenzdruck Ihre Waren und Dienstleistungen verkaufen,  wenn Sie das Spiel auf dem digitalen Klavier nicht beherrschen? Auch wenn Sie sich gut fühlen, werden Sie feststellen, dass man es noch besser machen kann.

Der Geheimrat Goethe ließ seinen Faust sagen: “Zwar weiß ich viel, doch möcht ich alles wissen” . Alles wird nie möglich sein, aber möglichst viele Aspekte der Digitalisierung sollten Sie kennen , die mittlerweile unser Geschäfts- und Privatleben umfassend beherrscht. Das Interesse der Wiener Handelsagenten ist groß, für ein paar Restplätze können Sie sich noch bis 19.September anmelden. Alle näheren Informationen finden Sie auf unserer Webseite   www.wko.at/wien/handelsagenten

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FC Dobrindt – Fiasko in der 88. Minute

Foto alphaspiritEUGH erzielte unerwarteten Treffer.

Wenn ich vor 4 Jahren in diesem Blog dazu aufgefordert habe die Deutschen wegen der diskriminierenden PKW-Mautpläne ihres damaligen Verkehrsministers Dobrindt zu klagen, geschah das, weil ich einfach nicht glauben konnte, was da vor sich ging.

Er versuchte gegen alle EU-rechtlichen Bedenken ein wahltaktisches Manöver der CSUtatsächlich durchzusetzen. Nämlich in Deutschland eine PKW-Maut einzuführen, die nur von ausländischen Fahrzeughaltern bezahlt werden sollte.  Befürchtungen erhielten kräftige Nahrung dadurch, dass die EU-Kommission den Deutschen die Mauer machte, obwohl sie eigentlich dazu da ist, die Einhaltung der EU-Bestimmungen und der Verträge zu gewährleisten.

Das Mautspiel lief zuerst unter Maulen der Nachbarländer ein wenig träge dahin, bis dann Österreich tatsächlich klagte. Allerdings war der neue deutsche Verkehrsminister Scheuer so siegessicher, dass er bereits beträchtliche Summen in die Zeit nach dem Abpfiff investierte. Die Klägermannschaft hingegen ließ schon ein wenig die Köpfe hängen als gegen Ende der Spielzeit auch noch ein Generalanwalt mit einer für die Deutschen günstigen Empfehlung hineingegrätschte. Dazu muss man wissen, dass beim EUGH              8 Generalanwälte unterstützend tätig sind, die für den Gerichtshof Rechtsgutachten erstellen, an welche er zwar nicht gebunden ist, die er aber häufig in seinen Erkenntnissen berücksichtigt.

Ja, und jetzt kommt’s. Die Richter des EUGH haben den Ball volley im Tor untergebracht. Allerdings – aus Sicht von Verkehrsminister Scheuer – im falschen. Sie haben der Klage der österreichischen Regierung stattgegeben. Laut Stellungnahme der Autofahrerklubs wären etwa 1,8 Mio österreichische Autofahrer zumindest einmal im Jahr betroffen gewesen. Den Hauptanteil hätten wohl jene übernommen, die – wie die Handelsagenten – beruflich auch viel im benachbarten Deutschland unterwegs sein müssen.

Foto DesignRage

Man könnte ja von politischem Kleinholz sprechen, aber es geht um mehr! Denn von grundsätzlicher Bedeutung ist, dass die vom Gerichtshof  in dieser causa festgestellte Benachteiligung von Ausländern nach europäischem Recht unzulässig ist. Dem unbelehrbaren deutschen Verkehrsminister wurde die  rote Karte gezeigt. Und das ist gut so, weil es Hoffnung auf ein Europa gibt, in dem die Intentionen der europäischen Verträge tatsächlich auch gegen die Interessen großer Länder durchgesetzt werden.

 

 

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Starkes Digitales Training

                   Copyright Jacob Lund

Kleinbetriebe, die nicht in bestmöglicher Weise alle ihre digitalen Möglichkeiten gebrauchen, schaden sich selbst. Das Jammern über die uneinholbaren Vorteile der Großen hilft gar nichts. Die einzig richtige Methode ist sich selbst zu stärken. Diese Möglichkeit haben die 2000 Mitglieder des Landesgremiums Wien der Handelsagenten beim

Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung

In diesem ersten von mehreren Workshop-Modulen  lernen Sie, die Digitalisierung als Wettbewerbsvorteil zu verstehen und zu nutzen. Sie erhalten einen Einblick in die Möglichkeiten, die Ihnen die Digitalisierung bietet, und in die Technologien, Methoden und Plattformen, die Ihnen dabei zur Verfügung stehen. Sie lernen, warum es sich lohnt, anfangs Zeit und Geld in die Digitalisierung Ihrer Geschäftsprozesse zu investieren, um auf lange Sicht ebenda wertvolle Einsparungen zu erzielen. Anfängern bietet dieser Vortrag einen umfangreichen Einblick, leicht Fortgeschrittenen einen nützlichen Überblick. Digitalisierung umfasst nicht nur Informationstechnologie, sondern auch Marketing, Kommunikation und Vertrieb. Wir zeigen, wie Sie in all diesen Bereichen mit wenig Aufwand viel erreichen.

Inhalt Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung

  • Geschäftsabläufe besser organisieren
  • Kommunikation effizienter gestalten
  • Aufwand und Kosten verringern
  • Im Internet gefunden werden
  • Als Experte wahrgenommen werden
  • Zielgruppen durch Social Media erreichen
  • Online und in Social Media verkaufen
  • Vertriebskontakte, Kunden und Partner organisieren
  • Kundenbindung stärken

Voraussetzungen für Teilnehmer

  • Bereitschaft, sich mit dem Thema Digitalisierung auseinanderzusetzen
  • Interesse, das Gelernte auch in die Praxis umzusetzen
  • Es ist kein technisches Vorwissen erforderlich außer Grundkenntnisse bei der Nutzung von Computer und Smartphone.  Es muss kein Computer mitgebracht werden.

Zusatzinformationen & Unterlagen

  • Die Präsentationsfolien werden bereitgestellt.
  • Checklisten und Handouts helfen bei den nächsten Schritten:
  • Was muss ich tun?
  • Womit beginne ich?
  • An wen kann ich mich wenden?
  • Wo finde ich weiterführende Informationen?
  • Der Trainer kann für (durch die Wirtschaftskammer geförderte) Beratungen angefordert werden

DIESER WORKSHOP MUSSTE AUS TECHNISCHEN GRÜNDEN IN DEN SEPTEMBER 2019 VERLEGT WERDEN. WIR WERDEN RECHTZEITIG TERMINE, ABLAUF UND ANMELDEMÖGLICHKEITEN BEKANNTGEBEN.

 

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Diese Politik verbittert!

Copyright Milan SommerDie Mehrheit der Wähler auf der Insel, die für einen Austritt aus der EU votierten, dachten wohl das ginge nach der Methode Aus, Schluss, Ende. Ein No-deal-Brexit würde diesen Vorstellungen gefühlsmäßig am ehesten entsprechen. Die Tories haben den Brexit versprochen und wollen ihn auf jeden Fall durchziehen. Für die Hardliner ist ein Austritt mit Zollunion oder Binnenmarkt keine Erfüllung des Versprechens, sondern einfach ein Verrat an der Bevölkerung.

Außer den Nordiren dachte wohl niemand an Irland und die Grenze, außer den Schotten niemand an Schottland und schon die Allerwenigsten kannten die Handelsbilanz mit der EU und dass sich die Exporte des UK z.B. nach Südafrika  pikanterweise auf eine Vereinbarung zwischen der Union und den Afrikanern stützen. Solange das UK keine eigenen neuen Handelsvereinbarungen hat, die die weitreichenden 50 Handelsabkommen der EU mit den verschiedensten Ländern ablösen, wird es für die Briten fast überall schwierig werden. Die Flucht vieler britischen Firmen auf den Kontinent  hat vermutlich auch niemand erwartet.

Copyright Kevin J. Frost

Wie unprofessionell kann und darf ein Land dieser Größe sein?          

Dazu kommen 2 verplemperte Jahre , die natürlich innerhalb weniger Tage in Alles-oder-nichts-Verhandlungen zwischen Tories und Labour nicht aufgeholt werden können. Die Vorstellungen, die das britische Unterhaus und die Regierung gegeben haben, nähren berechtigte Kompetenzzweifel. Auf der EU-Seite will man begreiflicherweise keine weiteren Terminverschiebungen, weil das nur Unruhe in den Laden bringt und weil niemand sicher sein kann, wie die Mehrheitsverhältnisse nach den EU-Wahlen aussehen werden, die ja wieder Einfluss auf die Zusammensetzung des Kommissionspräsidiums haben.

Aus gutem Grund stöhnen die involvierten Wirtschaftszweige auf beiden Seiten des Kanals , weil   s i e   wohl zuerst  die Folgen politischen Unvermögens werden tragen müssen.  Aus Parteizentralen tönt es zwar immer, dass alles und alle  auch auf den harten Brexit gut vorbereitet seien,  aber schon   die Bewältigung der millionenfachen Fähr- und Tunnelfahrten in beiden Richtungen kann niemand wirklich abschätzen. Sie müssten ja  von einem Tag auf den anderen einer drittlandgemäßen Kontrolle unterzogen werden. Von all den anderen kleinen und großen Hürden, die sich für tausende Unternehmen im UK und auf dem Kontinent auftun, gar nicht zu sprechen. Die “gute Vorbereitung” entspricht eher dem Pfeifen im Wald. Und zur Sicherheit auf   a l l e s   vorbereitet zu sein kostet die Unternehmen Unsummen, die man einem besseren Zweck hätte widmen können, wenn man sie überhaupt zur Verfügung hat.

Alle, die sich noch an das Küsschen von Alois Mock für Brigitte Ederer unmittelbar nach Abschluss der schwierigen EU-Beitrittsverhandlungen erinnern können und die im Gegensatz dazu das Verhältnis May/Corbyn beobachten, werden erkennen, dass das Zusammenstehen der politischen Kräfte bei Entscheidungen mit solcher Tragweite ein Muss ist. Auf der Insel hat sich das aber noch nicht herumgesprochen. Und diejenigen, die dann die “politische Verantwortung” übernehmen,  werden nach ihrem Ausscheiden ihr Handicap auf dem Golfplatz verbessern.

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DER DIGITALE HANDELSAGENT Workshop-Reihe startet am 25. April

Copyright: Wright Studio

Das Landesgremium Wien der Handelsagenten startet in drei Wochen eine 7-teilige Serie von Workshops, die klare Antworten gibt auf die digitalen Herausforderungen für Klein- und Mittelbetriebe.

Beobachtungen und Umfragen zeigen, dass EPUs und KMUs noch immer ein, sagen wir es vorsichtig, “unvollständiges” Verhältnis zur Digitalisierung ihrer Betriebe haben. Das ist so, als würden die Unternehmer sich den Durchmesser ihrer Luftröhre auf die Hälfte zuschnüren. Reicht vielleicht auch noch zum Leben, aber wie lang? Der Unterschied zu den Großbetrieben ist nicht nur die Größe, sondern, dass diese erfahrungsgemäß bestimmte Fehler einfach nicht machen, wie z.B. eine weitreichende IT-Absenz .
Selbst wenn Sie sich “ein bisserl was” mit der learning-by-doing-Methode beigebracht haben, sind Sie ein Kandidat für die Workshop-Ambulanz.

In der WKO, Wiedner Hauptstraße 63, 1040 Wien  erfolgt  am 25.April um 14,30 ,  die Startveranstaltung, die die Frage behandelt, ob und in welchem Umfang die Digitalisierung Wettbewerbsvorteile auch und insbesondere für kleine Betriebe mit sich bringt. Dieser Startevent ist besonders wichtig, weil er den erforderlichen Problemüberblick schafft. In die Details gehen dann die 6 monatlich folgenden Workshops.


Hier ist die Liste der einzelnen Veranstaltungen

25.04.2019   D 1   DIGITALISIERUNG ALS WETTBEWERBSVORTEIL VERSTEHEN
23.05.2019   D 2   DAS DIGITALE BÜRO – EINFACH, KOSTENGÜNSTIG, OHNE                                                                  EXPERTENWISSEN
18.06.2019   D 3   WEBSEITE UND SUCHMASCHINENOPTIMIERUNG
10.09.2019   D 4   GESCHÄFTSERFOLG DURCH SOCIAL MEDIA 1 (Fb, Instagram,                                                          Twitter)
08.10-2019   D 5   GESCHÄFTSERFOLG DURCH SOCIAL MEDIA 2 (LinkedIn und Xing)
05.11.2019   D 6   WERTVOLLE VERTRIEBSKONTAKTE DURCH SOCIAL MEDIA WERBUNG
03.12.2019   D 7   DIGITAL KUNDEN GEWINNEN + BINDEN

Detailinformationen über die einzelnen Veranstaltungen finden Sie unter                           https://www.wko.at/branchen/w/handel/handelsagenten

Hinweise und Bedingungen

Workshops
bilden zwar eine konzeptiv zusammengestellte Serie, aber die Entscheidung liegt bei Ihnen, welche Segmente Sie konsumieren wollen.

Teilnahmeberechtigung
Ausschließlich Mitglieder des Gremiums der Wiener Handelsagenten (Fachgruppe 311). In ihrer Begleitung sind auch angemeldete Mitarbeiter des jeweiligen Unternehmens zugelassen.

Kursgebühr
EURO 20.- pro Einzelveranstaltung und angemeldeter Person (Das Gremium übernimmt den Großteil der tatsächlichen Kosten). Der Betrag ist im Voraus zu überweisen. Der Zahlungsbeleg dient als Zutrittsbescheinigung. Rückerstattung des Betrages ist ausgeschlossen.

Anmeldung
bis spätestens 18. April an handelsagenten@wkw.at , Fr. Hackstock (01) 51450 Dw 3268
Vermerken Sie Workshopnummer (z.B. D1) , Firmenname, Emailadresse, Tel.-Nummer, Name des oder der Teilnehmer. Die Teilnehmerzahl pro Workshop ist beschränkt.

Bestätigung
Sie erhalten postwendend eine Bestätigungsemail mit der Kontonummer zur Einzahlung der Kursgebühr.

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So leb denn wohl Du stilles Haus

WKW Handelsagenten

Am 15. März 2019 fand die letzte Sitzung des Fachgruppenausschusses der Wiener Handelsagenten am  Schwarzenbergplatz 14 statt. Mitte April übersiedeln wir in das neue Haus der Wiener Wirtschaft im Austria Campus am Praterstern.

Seit 1980 betrete ich das palaisartige Prunkstück Ecke Lothringerstraße/ Schwarzen-bergplatz als Funktionär der Wiener Wirtschaftskammer, seit 2005 als Obmann der Wiener Handelsagenten. Und immer erfreue ich mich an dem Gefühl, das mir das von den Architekten Ernst von Gotthilf und Oskar Neumann geplante und 1903 fertiggestellte Gebäude infolge seiner formalen Komposition gibt. Das Entree, das Stiegenhaus und die platzseitigen Räume im 1. Stock strahlen Kraft, Tradition und Souveränität aus, auch wenn dort im Laufe der Zeit die als notwendig erachteten Veränderungen im Detail ein wünschenswertes Feingefühl vermissen lassen.

Von den stadtwärts gerichteten Fenstern unseres Büros im 3. Stock hätte man sich an dem vorbeiströmenden Wienfluss erbauen können, wäre dessen Einhausung nicht rechtzeitig 1902 fertiggestellt worden. Heute fließt er unsichtbar, von der Sezession kommend, unter der Lothringerstraße in Richtung Stadtpark. Damit wurde auch die Schwarzenbergbrücke hinfällig, die die beiden Teile des Platzes verbunden hat.

Das Domizil in unmittelbarer Nähe des Praters symbolisiert unleugbar eine neue Zeit, die uns ebenso neue Chancen und Aufgaben verspricht, auch wenn wir – Mitarbeiter und Funktionäre – mit ein wenig Wehmut übersiedeln, wie sie von den Titelworten Ferdinand Raimunds ausgedrückt wird.

https://www.lieder-archiv.de/leb_denn_wohl_du_stilles_haus-notenblatt_501411.html

https://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Denkmale/Schwarzenberg

https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Schwarzenbergplatz

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Straßenverkehrsordnung mit Kinderfalle ?

   Foto S and S Imaging

Wieder steht eine Überarbeitung der Straßenverkehrsordnung an. Die Begutachtungsfrist der Novelle endete am 18. März. In ihr findet sich u.a. erwartungsgemäß der E-Scooter, der vorläufig hauptsächlich die österreichischen Städte überschwemmt, bevor er auch auf dem flachen Land Eingang finden wird.

Angetrieben von einem Elektromotor brettert er mit bis zu 25 km/h durch die Gegend. Das ist etwa 8x so schnell wie gemächliches Gehen. Sein Gebrauch ist auf den Fußgängern vorbehaltenen Gehsteigen verboten. Sofern vorhanden, saust er also auf dem Radweg dahin, sonst jedoch muss er auf die Fahrbahn. Bezüglich Verpflichtungen und Rechten ist der E-Scooter-Fahrer dem Radfahrer gleichgestellt.

Achtung: auch Kinder können E-Scooter-Piloten sein.

Dazu sagt der Entwurf zur Novelle folgendes:
“(4) Kinder unter 12 Jahren dürfen auf Straßen mit öffentlichem Verkehr, außer in Wohnstraßen, nur unter Aufsicht einer Person, die das 16. Lebensjahr vollendet hat, mit elektrisch betriebenen Klein- und Minirollern fahren, wenn sie nicht Inhaber eines Radfahrausweises gemäß § 65 sind. “

Man muss wissen, dass Kinder diesen Ausweis schon mit 10 Jahren erwerben können und sich daher um zwei Jahre früher als ihre Altersgenossen ohne Aufsicht und Begleitung mit den E-Scootern in die kuschelige Umgebung von Schienenfahrzeugen, kleinen und großen PKWs, Bussen und 30-Tonnern stürzen dürfen.

Foto  simonekesh

Die oben erwähnte Fahrbahn ist nicht nur städtischer Natur, sondern z.B.  auch die einer frequentierten Landesstraße. In meinem Berufsleben als Handelsagent habe ich mit dem Auto über 2 Millionen Kilometer zurückgelegt und Gott sei Dank dabei niemanden verletzt oder getötet. Das passiert schneller als man denkt. Aber ich finde es ziemlich schräg, dass man mir zu guter Letzt Kinder, die womöglich ihre Elektrogeschosse nicht unter Kontrolle haben, vor den Kühler jagt.

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Handelsagenten zwischen den Stühlen

Die von der EU bis 2030 verlangten stark verringerten CO2- Abgaswerte für Autos führen lt. Experten zu spürbaren Preisanstiegen. Wenn dadurch die Verkaufs- und damit auch die Produktionszahlen sinken, gibt’s weniger Arbeitsplätze einerseits und steigende Stückpreise. Und gemessen an heutigen Autopreisen werden die Aufwendungen für E-Autos geschmalzen sein.
Das heißt, was wir jetzt haben wird teurer bzw. verboten, dafür wird was danach kommt echt kostspielig.

Der Vorsitzende des Volkswagen-Aufsichtsrats, Hans Dieter Pötsch, hält es für wahrscheinlich, dass Autos, wie sie heute produziert werden, jedoch ausgestattet mit E-Motor statt Verbrennungstechnik, Mehrkosten von 50% verursachen werden. Auf jeden Fall kann es dazu führen, dass auch der kleine PKW mit E-Antrieb außerhalb der finanziellen Leistbarkeit von Klein- und Mittelverdienern landen wird.

Möglicherweise ist das ein gezielter Schreckschuss eines Automanagers. Auf der anderen Seite kann VW , wie auch alle anderen Erzeuger dem E-Auto als die Zukunftsvariante des Automobils nicht ausweichen. Daraus ergibt sich relativ zwingend, dass für einige Zeit 3 Antriebssysteme nebeneinander angeboten werden müssen: Benzin, Diesel und Elektro.

Christian Senger and the ID./ Volkswagen

Bei Benzin und Diesel haben sich den Eigenheiten der Fahreigenschaft, der Haltbarkeit und der Kilometerkosten entsprechend, unterschiedliche Autotypen herausgebildet. Jemand, der eine hohe Kilometerleistung zu bewältigen hat und auch noch viel Zeug mit sich herumführt, neigt zum innenraumstarken Diesel. Das flotte kleine Stadtauto ist meistens ein Benziner. Diese harmonisch verteilte Mobilitätsbewirtschaftung geht aber langsam den Bach hinunter (siehe deutsche Stadtsperren).

Solange es keine absolut revolutionäre Erfindung auf dem Batteriensektor gibt sowie angesichts eines hohen Kaufpreises des E-Autos, verbunden mit eingeschränkter Reichweite, langer Ladezeit und unsicherer Versorgung mit Ladestationen werden sich die Massen nicht um diese Autos prügeln.
Da sprechen wir noch gar nicht von den spezifischen Erfordernissen bestimmter Berufe, wie zum Beispiel der Handelsagenten, deren Befriedigung in der E-Variante erwartbarer Weise einige Zeit dauern wird.

Handelsagenten_schaffen_Umsatz

Für die Handelsagenten wird die Übergangszeit eine echte Herausforderung. Sie werden zwischen den Stühlen sitzen.
Denn alle Autopreise werden kräftig (siehe oben) gestiegen sein. Das Angebot der alten Modelle wird sich ausdünnen. Die Preise der E-Autos werden die der Benziner und Diesel erheblich übertreffen, wobei die Modellvarianten – um den verständlichen ökonomischen Bedürfnissen der   Hersteller Rechnung zu tragen- sich in Grenzen halten werden.

Aber vielleicht müssen wir uns auf die Drohnen freuen?

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Handelsagenten! Betet für die Vertikale GVO

Sergio Delle Vedeve / Shutterstock.com

Die EU-Kommission überprüft die Vertikale GVO / Vertical Block Exemption Regulation. Grund dafür ist das Auslaufen der bestehenden Verordnung im Jahr 2022. Das Ergebnis kann im schlimmsten Fall den Handelsagenten den Boden unter den Füßen wegziehen. Elementare, für den Berufsstand unentbehrliche Punkte in einem Handelsagentenvertrag wären im Falle der Streichung dieser Grundverordnung per sofort gesetzwidrig.

Ausgangslage
Grundsätzlich ist im Artikel 101 des Vertrags über die Arbeitsweise der Kommission festgehalten, dass innerhalb der EU wettbewerbsbehindernde bzw. verhindernde Vereinbarungen oder Maßnahmen nicht erlaubt sind.

Wie überall gibt es auch dabei Ausnahmen, sogenannten Freistellungen, die mit einer Verordnung, Vertikale GVO, festgeschrieben werden. Die derzeit geltende läuft seit dem Jahr 2010 und wird 2022 enden.

In den dazu erlassenen Leitlinien II/2/ Randnr. 12 – 21 stellt sie u.a. Handelsvertreterverträge von den einschränkenden Bestimmungen des Artikels 101 Absatz 1 frei. Dies, weil sie die Notwendigkeit z.B. von Gebietsschutzvereinbarungen, Ausschluss für Konkurrenzunternehmen zu arbeiten, Preisvorgaben, Kundenkreisbeschränkungen etc. für die typische Tätigkeit eines Handelsagenten anerkennt.

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Wo liegt die Gefahr?
3 Jahre vor Auslaufen geht die Kommission wieder daran zu überprüfen, ob die Verordnung zielführend war, ob die Aufwendungen durch die erreichten Ziele gerechtfertigt waren, ob sie weiterhin notwendig ist und sie deutliche Vorteile im Sinne der EU gebracht hat. Um diese Fragen zu beantworten läuft ein mehrmonatiger Konsultationsprozess.

Es gilt nun für die Interessensvertretungen der Handelsagenten in ganz Europa alle Kräfte zu mobilisieren, damit die Vertikale GVO und damit das sogenannte “Handelsagentenprivileg” möglichst unverändert erhalten bleibt. Das österreichische Bundesgremium der Handelsagenten wird dabei – genauso wie bei Verteidigung der Handelsagentenrichtlinie vor 5 Jahren – eine bedeutsame Rolle spielen.

Seit 2010 hat sich die ökonomische Welt wesentlich verändert. Und so wird es ein hartes und aufwendiges Stück Arbeit sein, die Kommission trotz eventuell auftretenden Gegenwinds, der aus allen Richtungen der Wirtschaft kommen kann, zu überzeugen, dass die Freistellung für Handelsagentenverträge eine Überlebensfrage für die rund 600.000 Handelsagentenbetriebe in der EU darstellt. Von deren Tätigkeit hängt wieder die erforderliche Marktpräsenz einer Unzahl von europäischen mittelständischen Erzeugungsbetrieben ab.

Nur Manna fiel vom Himmel.
Die Bibel und der Koran lehren, dass die Israeliten auf ihrer 40jährigen Wanderschaft durch die Wüste von Manna ernährt wurden, das nachts vom Himmel fiel. Auch wenn es weite Teile der Bevölkerung gerne glauben, heute fällt nichts mehr vom Himmel (außer Satellitenteile). Die Wirtschaftskammer wird sich zusammen mit anderen europäischen Interessengruppen in einem langwierigen Ringen sehr heftig um ein zufriedenstellendes Ergebnis für die Handelsagenten und auch andere Berufsgruppen bemühen müssen.
Wir wollen hoffen mit Erfolg!

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Kuschen, weil die Kohle fehlt?

Foto Trum Ronnarong/shutterstock

In dieser Beziehung habe ich eine konservative Einstellung: wetten oder vor Gericht gehen sollte man nur, wenn man sicher ist zu gewinnen. Die Wirklichkeit zeigt aber, dass man manchmal um eine Klage nicht herumkommt. Ich denke z. B. an Handelsagenten, die sich gezwungen sehen ihre nennenswerten  Ausgleichsforderungen gerichtlich durchzusetzen , weil der Geschäftsherr einfach nicht zahlen will.

Ein guter Anwalt verspricht nicht das Blaue vom Himmel.  Allerdings versteht man bald den Spruch ” Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand”. Weil so klar liege der Fall auch wieder nicht, die zustehende Summe sei geringer als gedacht, die Klage im Ausland ein zusätzliches Risiko und überhaupt koste eben ein Rechtsstreit zuerst einmal Geld  –  die Sachverständigen und die Anwälte natürlich auch etwas und der Prozess könne sich lange hinziehen! Übrigens, wenn es auf einen Vergleich hinauslaufe, den die Richter besonders lieben, zahlen beide Parteien ihre Kosten selbst.

Tja, Herr Anwalt, also was schaut für mich heraus, wenn wir gewinnen? Hmm,
weniger als gedacht , aber – wenn es schnell geht – auch gut!

Und – nur interessehalber – auf welchen Kosten bleibe ich sitzen, wenn ich verliere? Und bei einem Vergleich ? – – – – Oh, da muss ich mich jetzt tatsächlich hinsetzen! 🙁

 

Foto Giulio Fornasar /Shutterstock

Ehrlich gesagt, kann ich mir nur das Gewinnen leisten, Herr Doktor!                                   Sie haben gesagt, die Chancen stünden gut, aber es gebe natürlich keine Garantie ………. Vielleicht sollten wir es doch noch einmal mit einem scharfen Brief probieren!?

Allerspätestens jetzt kommt die Frage des Anwalts nach der Rechtsschutzversicherung. Vor Gericht brauchen Sie für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche entweder Geld oder eine Versicherung, die auch Risiken in Verbindung mit dem Handelsvertreterrecht versichert, was nicht immer der Fall ist.
Leider zeigt die Erfahrung, dass die Kombination kein Geld  u n d  keine Versicherung ziemlich anstrengend, aber durchaus nicht selten ist. Wenn dann eine gütliche Einigung auch noch scheitert, kann man seine Ansprüche in den Rauchfang schreiben.

Es lohnt sich also rechtzeitig über das Stopfen dieses Vorsorgelochs nachzudenken.
Das Gremium der Handelsagenten hat ausschließlich für seine  Mitglieder eine vergleichsweise kostengünstige Rechtsschutzversicherung ausgehandelt. Ebenfalls nur für die Mitglieder des Wiener Landesgremiums der Handelsagenten existiert eine kostenlose juristische Erstberatung durch den Vertrauensanwalt des Gremiums Dr. Gustav Breiter.

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Deckt EU-Recht deutsche Mautungerechtigkeit?


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Wird die Wortklauberei über die Realität siegen? Führt der EuGH-Generalanwalt Nils Wahl die Union in ein juristisches Chaos, wenn er empfiehlt die österreichische Klage gegen die geplante deutsche Pkw-Maut abzuweisen? Die Fach- und Laiendiskussion schwappt über!

Wahl liegt sicher nicht falsch , wenn er behauptet, dass durch die geplante Regelung keine grundsätzliche Diskriminierung ausländischer Staatsbürger vorliege. Warum? Weil sich die “Gutschrift” auf die KFZ-Steuer der in Deutschland zugelassenen PKWs bezieht. Und diese können ebenso auf Deutsche, wie auf Ausländer zugelassen sein. Ein deutscher Staatsbürger hingegen, der in Österreich lebt und ein Auto mit österreichischem Kennzeichen fährt, kriegt – obwohl auch Deutscher – natürlich keine Gutschrift.

Also werden nur jene benachteiligt, die ausländische Autos fahren. Und ausländische Autos unterliegen wohl nicht dem Gleichheitsgrundsatz der EU!

Vielleicht ist das alles juristische Spitzfindigkeit, die die erklärte Absicht des deutschen Verkehrsministers bemäntelt, aber sicher trägt diese nicht der Realität und unserer Lebenserfahrung Rechnung . Minister Scheuer hat es ja völlig offen erklärt: Wer nicht die deutsche KFZ-Steuer zahlen muss, soll nicht besser dran sein, als die Deutschen.

Foto Lupo / Pixelio.de

Dem steht aber gegenüber, dass in Wirklichkeit die meisten Fahrzeughalter deutscher Autos Deutsche und die Halter von PKWs ohne deutsche Kennzeichen zwar vielleicht EU-Bürger, aber eben keine Deutschen sind . Also wendet sich das ganze Manöver natürlich doch gegen die Ausländer und in erster Linie die Einwohner der Nachbarländer.

Europarechtler wie Walter Obwexer (Uni Innsbruck), Stefan Griller (Center of European Studies), Franz Leidenmühler (Uni Linz) warnen vor weitreichenden Auswirkungen innerhalb der EU, weil sich (dzt. noch 27) andere Mitglieder nach dem endgültigen EuGH-Entscheid in ein paar Monaten ähnliche Mätzchen zur Bevorzugung ihrer eigenen Staatsbürger einfallen lassen könnten. Dann bekommt das Festkleid der europäischen Gleichheit ein paar unschöne Brandlöcher.

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Wer eine Firma will, muss leiden

So lautete die Überschrift eines Artikels in der PRESSE vom 27.Jänner 2019. Es ging um die Gründung eines Unternehmens.

Ich will mich hier auf die Unterschiede zwischen wirklichem Leid und den Schwierigkeiten ein Unternehmen zu gründen und ins Laufen zu bringen nicht weiter einlassen. Dass eine kleine Firma zu betreiben nicht dem entspricht, was man in Wien unter einem  ” Lercherl” versteht, ist keine besonders neue Erkenntnis.
Nach 45 jährigem Besitz meiner Gewerbeberechtigung kann ich aber sagen, dass die meisten Kolleginnen und Kollegen die sich ergebenden Widerstände vielleicht zeitweise als widerlich, als mühsam und als entnervend empfunden haben oder diese sie schlaflos gemacht haben, aber die wenigsten haben gelitten. Und wenn, dann nicht wegen des Anmeldevorgangs.

Allerdings gebe ich zu, dass ich in den 14 Jahren, die ich nun schon dem Wiener Gremium der Handelsagenten vorstehe, Menschen kennengelernt habe, die ich, ob Mann oder Frau, nicht als den Idealtypus des kampfesfreudigen Unternehmers einschätzen konnte.

Und nun zur Frage: wie komme ich zu meiner Gewerbeberechtigung als Handelsagent?

Wenn Sie – wegen der warnenden Überschrift – mit dem Lauf über glühende Kohlen oder Glasscherben, der peinlich genauen Untersuchung in einem Verhörkeller oder ähnlichem rechnen, muss ich Sie beruhigen.

Sie gehen einfach zur Gewerbebehörde in Ihrem Bezirksamt und melden das Gewerbe an. Das war’s dann.

Die wichtigsten Voraussetzungen: mindestens 18 Jahre alt, Österreicher bzw. EU-Bürger, keine Vorstrafen. Eine Detail-Information zu diesem Punkt finden Sie auf unserer Website https://www.wko.at/branchen/w/handel/handelsagenten/start                                                  Die Jahresgrundumlage (das ist der Kammerbeitrag für Einzelunternehmen) beträgt     EURO 80.-

Sie können es aber noch schlauer anfangen. Wenden Sie sich an das Gründerservice der Wirtschaftskammer Wien, Stubenring 8 – 10 , wie es etwa 12.000 Interessenten im Jahr 2018 vor Ihnen getan haben. Oder – noch individueller – vereinbaren Sie einen Termin für eine Gründerberatung (3000 Personen im Jahr 2018). Tel. 01-514 50-1050,
E-Mail:gruenderservice@wkw.at


Foto Nessler

 

Fazit: Wer Handelsagent werden will, muss nicht leiden.



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Dieselfahrverbote erregen Deutschland

 

ibreakstock – shutterstock.com

Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig gelten Fahrverbote in Umweltschutzzonen für Diesel-PKWs EURO-Norm 1-4 per sofort, für Euro-Norm  5 ab Herbst 2019. Unbehelligt bleiben demzufolge die Fahrzeuge mit EURO-Norm 6.

Betroffen sind geschätzte 12 Millionen der in Deutschland angemeldeten 46 Millionen PKWs, die in etwa 60 deutschen Städten, zumindest abschnittsweise, nicht werden fahren dürfen. Die Deutsche Umwelthilfe klagt aber weiter alle Kommunen, in deren Bereich Messungen ein Überschreiten des von der EU erlassenen Limits anzeigen, um entsprechende Dieselfahrverbote zu erzwingen.

Parallel dazu wird allerdings an mehreren Fronten erbittert gerungen. Begriffe wie “Enteignung”, “Fehlmessungen”, “wissenschaftliche Ungenauigkeit” stehen im Raum.

Die Besitzer der inkriminierten Autos sprechen von “Enteignung bzw. Wertverlust”, weil sie ihre ordnungsgemäß zugelassenen PKWs nicht mehr uneingeschränkt nützen dürfen und dieser Umstand den Wert der Autos, soweit sie den EURO-Normen 1-5 entsprechen, bei Weiterverkauf ziemlich unattraktiv werden lässt. Verbunden damit gibt es heftigen politischen Streit darüber, ob nicht die Autohersteller flugs kostspielige Hard- und Softwarenachrüstungen vorzunehmen hätten, was diese kategorisch ablehnen.

Shutterstock_316112000

 

Solange die vielfach eingerichteten Messgeräte, die an verkehrsreichen Stellen die NOx-Anteile in der Luft  messen, keine behördlichen Verbote nach sich zogen, war offenbar das Interesse an ihnen gering. Jetzt aber werden sowohl die Positionierungen, wie auch die Methodik der Messungen in Frage gestellt. Man wird also daran gehen diese deutschlandweit zu überprüfen. Es kann durchaus sein, dass die ermittelten Werte sich erheblich ändern, wenn man die Messeinrichtungen wo anders hinstellt.

Nicht genug damit, hat ein Prof. Dr. Dieter Köhler an der Spitze einer Hundertschaft von Lungenfachärzten die Arena betreten, der die von der EU veröffentlichten Richtwerte in Zweifel zieht, weil die darin genannten NOx – Mengen  nach seiner Meinung keine nennenswerte Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit herbeiführen bzw. die Sterberaten nicht beeinflussen. Auch die vom PKW-Verkehr erzeugte Feinstaubbelastung hält er mengenmäßig für unproblematisch.

Und damit es richtig chaotisch wird, weigert sich der Verkehrsminister eine im ganzen Bundesgebiet  wirksame sogenannte “blaue Plakette”  aufzulegen, die gleichsam eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für die auf allerletztem Stand erzeugten /gebrachten Dieselfahrzeuge darstellen würde. Was bedeutet, dass jede Stadt es selbst wird regeln müssen, wie sie denn einen Diesel-PKW einstufen kann, ohne jedes einzelne Fahrzeug anzuhalten und die Zulassungspapiere zu kontrollieren.

Die jüngst angezettelte Auseinandersetzung darüber, ob in Deutschland Tempo 130 auf Autobahnen eingeführt werden soll (und es dann mit dem Traum von “freier Fahrt für freie Bürger” vorbei ist)  und die beginnende Abwicklung der Schadenersatzklagen von Autokäufern gegen die Autoindustrie, wird den deutschen Autohandel nicht so schnell zur Ruhe kommen lassen.

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“Brexiale” Schlafwandler

Foto Krammer

Den Titel “Die Schlafwandler” gab Christopher Clark seiner minutiös dargestellten Vorgeschichte des 1. Weltkriegs “als nicht gewolltes, auch vermeidbares Ergebnis einer dichten Folge von Ereignissen und Entscheidungen.” (Klappentext). Mit dem Weltkrieg ist der mögliche Austritt des UK aus der Europäischen Union in seiner Bedeutung und Auswirkung selbstverständlich nicht vergleichbar. Wohl aber darin, dass unbedachte politische Handlungen oft eine Reihe von immer weniger steuerbaren Folgen hervorrufen.

 

 

Vielleicht kann man sagen, dass das UK in den letzten 45 Jahren, seit Eintritt in die EG, aus Sicht der Kontinentaleuropäer ständig genervt hat. Einer der Höhepunkte war 1984  Thatchers “I want my money back”. Vielleicht lag De Gaulle mit seiner Beurteilung der Briten nicht ganz falsch, diese wären in ihren gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Strukturen, in Ihren Gewohnheiten und Traditionen zu unterschiedlich von  Kontinentaleuropa. Kann ja sein!

War das Verhandlungsziel der EU der Zusammenhalt?

Dennoch frage ich mich, welchen Auftrag der glänzende Chefverhandler der EU Michel Barnier gehabt hat? Sollte er die Briten in die Ecke drängen, in der sie jetzt sind, oder sollte er ihnen den Weg zeigen, wie man trotz aller Zweifel in der EU bleiben kann ? Für mich sieht es mehr nach Variante 1 aus. Jetzt haben die 27 wahrscheinlich “die Schlacht gewonnen, aber den Krieg verloren” Warum?

Heike/pixelio.de

Weil wir es den Briten vielleicht “zeigen” werden, aber einiges dazu tun, dass aus dem europäischen Bauwerk ein tragender Teil herausgerissen wird. Das kann auf lange Sicht zur Katastrophe führen. Es ist ja absurd, dass bei öffentlichen Auftritten kontinentaleuropäische Politiker darauf pochen, dass ein No-deal-Brexit die Insel wirtschaftlich schwerer treffen würde als die 27. Man kann die Bedeutung der britischen Mitgliedschaft doch nicht auf die Ökonomie reduzieren.   <

Diesen Partner darf man nicht einfach gehen lassen!

  • Mit rund 65,6 Millionen Einwohnern liegt das UK an dritter Stelle in der Union.
  • Es ist Gründungsmitglied der NATO  sowie der Vereinten Nationen.
  • Es ist Atommacht, ständiges Mitglied des UN- Sicherheitsrats und  G7-Staat.
  • Gemessen am BIP ist es nach Deutschland  die 2. – größte Volkswirtschaft der 28
  • Es erbringt fast 1/5  der Gesamtwirtschaftsleistung der Union
  • 44% seiner Exporte gehen in die EU, 54% seiner Einfuhren kommen von dort
  • Seit 45 Jahren ist es unser Partner in der Union (bzw. den Vorgängerorganisationen)
  • Es war das letzte westliche Bollwerk gegen den Faschismus in Europa
  • Und damit ein Vorkämpfer für die heutige demokratische Gesellschaftsordnung     

 

Was kommt nach dem harten Brexit? “Es wird schwierig, aber wir sind gut vorbereitet.”

 

Petra Engeljehringer/pixelio.de

Was soll denn das bedeuten? Wie gut vorbereitet kann denn ein Handelsagent sein, der heute seinem Kunden nicht einmal versprechen kann, dass es nach dem 29. März
überhaupt noch Ware aus dem UK geben wird. Von den Preisen und eventuell geänderten Lieferbedingungen gar nicht zu reden.

Wenn angeblich britische Banken aus dem Handgelenk 800 Milliarden nach Europa transferieren, um für den worst case gewappnet zu sein, nennt man das planvoll und gut vorbereitet? Wenn eine praktisch unbekannte Zahl von auf EU-Recht basierenden Verträgen plötzlich mit dem Partner im Drittland UK neu ausgehandelt werden muss, nennt man das eine gute Vorbereitung?

Die Schlafwandler auf beiden Seiten sollten schnellstens munter werden und sich die Augen reiben – sonst gibt es ein böses Erwachen!

Quellen: Clark Die Schlafwandler, bpb Bundeszentrale für politische Bildung , Wikipedia

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G’sund Geld machen

Geld-zurück-Garantie für eifriges Radfahren, weniger Schnitzel, mäßig viel Alkohol und keine Zigaretten ? Wo gibt es denn das? Sie werden es kaum glauben – bei der SVA.

Geld zurück, das wollte ich auch. 🙂 

Bewegung in frischer Luft fördert
die Gesundheit und kann den Selbstbehalt
halbieren. / Foto Krammer

SELBSTÄNDIG GESUND sagte “Was sind Deine  Gesundheitsziele?”  Weniger Gewicht, guter Blutdruckwert usw. Damit habe ich ein halbes Jahr ganz schön gekämpft. Jetzt schnaufe ich nicht mehr beim Stiegensteigen , mache 160.000 Schritte im Monat und zahle statt 20% nur mehr 10% Selbstbehalt bei ärztlichen und zahnärztlichen Behandlungen.

Wie viel das bei Ihnen ausmachen könnte, zeigt die Abrechnung der SVA, die Ihnen jedes Jahr zugesandt wird . Viele wird es nachdenklich machen, dass sie doppelt so viel Selbstbehalt zahlen, als Sie eigentlich müssten. Auf  www.svagw.at finden Sie unter  Gesundheit & Vorsorge alle Informationen darüber, wie Sie das ändern können.

Und was ganz wichtig ist: es geht ja nicht nur um’s Geld, es geht um Ihr Leben !


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PKW-Vielfahrer zur Kasse


Foto Andreas Hermsdorf_pixelio.de

 

Am 30.12.18 erteilte der neue deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer einem deutsch-österreichischen Konsortium den Zuschlag die geplante deutsche PKW-Maut zu kassieren. Der Start ist Oktober 2020.

„Das heißt, wir können Gerechtigkeit auf deutschen Straßen schaffen, weil jeder, der unsere Infrastruktur benutzt, der zahlt auch – ohne Mehrbelastung für die Inländer“, ließ Scheuer per Video wissen.

Österreichs Klage beim EuGH gegen diese Vorgangsweise , der sich die Holländer angeschlossen haben, wird Mitte 2019 entschieden. Wobei es um die Diskriminierung der Ausländer geht, denn gerade diese hatte der ehemalige Verkehrsminister Dobrindt der deutschen Öffentlichkeit versprochen.

Foto H.D.Volz_pixelio.de

Wer aus geographischen (z.B. deutsches Eck) und/oder beruflichen (z.B. Handelsagenten) Gründen deutsches Gebiet befahren muss, wird also in 2 Jahren zur Kasse gebeten. Es sei denn, dass die deutsche Regierung kalte Füße kriegt, wenn der EuGH die Bevorzugung der eigenen Staatsbürger verbietet. Für wahrscheinlich halte ich das aber nicht.

Als unerfreuliches Wetterleuchten am Vielfahrer-Horizont sei noch der Wunsch der EU-Kommission erwähnt spätestens ab 2026 in Europa nur kilometerabhängige Mauten zu dulden. Ob die Vertreter der EU-Staaten einem solchen Schlag gegen die beruflichen und privaten Vielfahrer (wie z.B. Pendler, Handelsagenten u.a.) zustimmen werden, bleibt offen. Allerdings können sie sich auf die EU ausreden, als Umweltschützer glänzen und einen Strom von Geld in die öffentlichen Kassen leiten.

Die beruflichen Vielfahrer können kein Interesse an einer kilometerabhängigen Maut in Österreich haben. Es ist also höchste Zeit, dass sich politische Vertreter der betroffenen Bevölkerungsgruppen gemeinsam überlegen, wie man diese Ideen wirkungsvoll bekämpft.

Quellen: ORF, www.autozeitung.de

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2019 wird alles besser

Haben Sie zu Silvester Ihre Neujahrsvorsätze gefasst? Eine globale Studie besagt, dass 59,46% der Vorsätze sich auf das eigene Körpergewicht beziehen.

Hauptsache Sie haben die Angelegenheit pünktlich zu Neujahr erledigt. Obwohl – mit Neujahr ist das so eine Angelegenheit. Erst Cäsar hat 46 v. Chr. den Start des Kalenderjahres um 2 Monate auf den 1. Jänner vorverlegt (weil das römische Amtsjahr zu diesem Zeitpunkt begonnen hat). Den Bewohnern anderer Gegenden war und ist Cäsars Ordnungssinn offensichtlich gleichgültig. In Teheran zum Beispiel müssten Sie mit Ihren Neujahrsvorsätzen bis 20./21. März warten und in Russland hätten Sie vor 1701 überhaupt bis zum 1. September Zeit gehabt. Muslime wieder sind 2016 am 2. Oktober ins nächste Jahr gestartet. Also machen Sie sich wegen des Zeitpunkts keinen Kopf.

Ein strukturiertes Vorgehen

ist aber gleich von ganz anderer Bedeutung,  für die Verwirklichung guter  Vorsätze oder Vorhaben unentbehrlich. Die beiden Begriffe sind ja nicht identisch. Auf www.mundmische.de heißt es: ” Ein guter Vorsatz ist ein Gaul, der oft gesattelt, aber selten geritten wird”. Ein Vorhaben hingegen haben Sie in der Amtsstube Ihres Gehirns mit Brief und Siegel abgegeben. Die kleinen grauen Zellen sind schon an der Arbeit!

Ob Vorsatz oder Vorhaben, in beiden Fällen kann man durch Beantwortung von 3 entscheidenden Fragen leere Kilometer vermeiden :

1.) Was bringt’s? Auf Teufel komm raus zu rudern, nur damit etwas geschieht, ohne definiertes sinnstiftendes Ziel, ist ja ziemlich bescheuert. Also weg mit den sinnlosen Alibiaktionen! Spart Zeit und Geld.

2.) Wie geht’s? Wie packt man die Sache schlau und schlüssig an, damit die Erfolgsaussichten am größten sind? Ein Plan und haltbare Zahlen müssen her. Braucht man Infos, braucht man Hilfe, sind die Ressourcen vorhanden etc.?

3.) Wann wirkt’s? Schon im Simplicissimus 1669 hieß es : gut Ding will Weile haben. Die Frage ist ja nur, wie lang die Weile dauert. Braucht man den schnellen Erfolg, hat man nicht ewig Zeit ihn vorzubereiten. Also malen Sie sich ein Plakat für’s Büro, oder lernen Sie die drei Fragen auswendig:

WAS BRINGT’S  –  WIE GEHT’S  –  WANN WIRKT’S

P.S. Die 59,46% sind fake. Das habe ich einfach erfunden. Nicht einmal die Studie gibt es (zumindest soviel ich weiß). Aber in der großen, bedeutenden Welt gilt man eben nur mehr etwas mit “fake inclusive” 🙂 Der Rest ist wahr, ich schwöre.

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Es weihnachtet

Sehr geschätzte Leserin, lieber Leser des Handelsagentenblogs,

wir sind wieder da, nach dem wir einige Zeit ausgesetzt haben. Gegenstand sind nach wie vor Informationen, Vorgänge und Probleme soweit sie vermutetermaßen Handelsagenten und KUMs betreffen und interessieren.

Wenn Sie alle erscheinenden Beiträge und Kommentare automatisch bekommen wollen (das zahlt sich aus 🙂 ) klicken Sie rechts oben auf das kostenlose Abo (RSS). Wollen Sie sich überdies dazu äußern, schreiben Sie Ihren Kommentar.

Nun aber zum Wichtigsten

Das Gremium sendet Ihnen, weil Sie zu unserer noch ausbaufähigen Leserschaft gehören, ganz persönlich die besten Wünsche zu Weihnachten.   Verbringen Sie die Festtage in Harmonie zusammen mit den Menschen, die Ihnen nahe sind und die Ihnen am Herzen liegen. Und keinen Stress! Weihnachten ist ein ruhiges Fest.

2019 möge Ihnen Gesundheit und Wohlergehen schenken. Und was den Erfolg angeht, soll es ganz toll werden – das wünschen wir Ihnen.

Herzliche Grüße

Walter Krammer, Obmann und Andreas Gurghianu, GF

 

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Vorsteuerabzug für Handelsagenten-PKWs !

 

Das Verbot des Vorsteuerabzugs für Firmen-PKWs, das das Gremium der Handelsagenten unverändert seit Jahrzehnten bis hinauf zu den Höchstgerichten bekämpft, ist systemwidrig und speziell für Handelsagenten und andere kleine Unternehmen eine Ungerechtigkeit ersten Ranges.

Teile des nachfolgenden Textes konnte man schon im Jänner 2015 im Handelsagentenblog lesen. Geändert hat sich seither nicht viel. Handelsagenten brauchen nach wie vor den Vorsteuerabzug für ihr Mobilitätswerkzeug 

Handelsagenten können nichts dafür, dass in den allermeisten Fällen das steuerlich verfolgte, aber eben unentbehrliche Auto die größte Investition und den größten Daueraufwand darstellt. Für sie ist das vergleichbar mit dem Bau und Betrieb des neuen Versicherungsgebäudes oder der Neuanschaffung des Maschinenparks eines Industriebetriebs. Würde man diesen dabei den Vorsteuerabzug versagen, da wäre aber Feuer am Dach!

Und man komme mir nicht mit der existierenden Liste der Vorsteuer-Pkws. Mit dieser ist man einst nicht den Steuerzahlern entgegengekommen, sondern es war eine Verbeugung vor den Autokonzernen. Außerdem ist z.B. auch der Bäckermeister nicht gezwungen seinen neuen Backofen aus einer staatlich genehmigten Liste auszuwählen (!), nur weil er die Vorsteuer abziehen will. Im Übrigen habe ich von einer Luxustangente bei Bäckereimaschinen auch noch nie etwas gehört. Liebe Bäcker, verzeiht mir!

Das Gremium der Handelsagenten hat zusammen mit anderen interessierten Fachverbänden gegenüber dem Finanzministerium die Einbeziehung ökologischer Überlegungen in das Projekt “Vorsteuerabzug für firmeneigene PKWs” ja schon ins Spiel gebracht. Aber es geht einfach nichts weiter. Die nächste Steuerreform wäre eine günstige Gelegenheit, Herr Finanzminister!

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Nr. 18 wohnt im 6.Stock

Die Blüten der Datenschutzgrundverordnung DSGVO

Mein Apotheker weiß als Postpartner, an wen ich Briefe schreibe oder Pakete verschicke. Hingegen hat ein in der Nähe befindlicher Altwarenhändler Kenntnis von den Namen jener, die an mich Pakete geschickt haben, die nicht zugestellt wurden.

Parallel dazu vermeinte der Bewohner eines Gemeindebaus die Deckung der DSGVO  zu haben, als er forderte, dass auf dem Klingeltablar die Namen der Bewohner durch Türnummern ersetzt werden müssten. Ein Rösselsprung der eher unschlüssigen Hausverwaltung  folgte. Es gab nämlich auch Mieter, die auf die Beibehaltung ihres Namens bestanden. Und angeblich alles unter Schutz der DSGVO!

Unerquicklich ist der Umstand, dass die über ganz Europa ausgegossene Verordnung überhaupt solche Unsicherheiten auslöst. Selbst anerkannte Juristen zucken die Achseln und verweisen auf  die zu erwartende Judikatur, weil sie unvorhersehbarer Weise im Einzelfall ja so oder so ausgehen könne.

Umfrageergebnisse legen nahe, dass bis jetzt nur etwas mehr als die Hälfte der österreichischen Unternehmer die DSGVO umgesetzt hat.

Was soll angesichts solcher an Unwirklichkeit grenzenden Verhältnisse der kleine Unternehmer tun? Trotz der vielen Flyer und Aufklärungsschriften, der Seminare und Lehrveranstaltungen (unser Gremium hat 2 davon durchgeführt, die sehr gelobt wurden) ist Unternehmer  und Unternehmerin teilweise ratlos.

Auch weiterhin gar nichts in Richtung Umsetzung zu veranlassen, weil man vermeintlich oder tatsächlich überfordert ist, kann nachweislich nicht als gute Idee bezeichnet werden. Die ersten Firmen wurden bereits bestraft und andere werden folgen.

 Als Betroffene sollten Sie zuerst einmal mit dem Einsammeln der notwendigen Informationen beginnen. Z.B. auf  DSGVO Handelsagenten Wien.

Wenn anhand von Mitgliederkommentaren  des Wiener Gremiums der Handelsagenten oder Wortmeldungen an das Gremium (handelsagenten@wkw.at) deutlicher Bedarf spürbar wird, werden wir gern eine weitere, dritte Info-Veranstaltung zum Thema DSGVO anbieten.

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Der abdemonstrierte Ast

Wenn es um Demonstrationen geht wird man selten Einigkeit darüber erzielen können, ob Zweck / Thema, Ort, Zeit und Datum, bzw. das Ausmaß der Beeinträchtigung von Unbeteiligten angemessen sind. Noch weniger zielführend ist die Qualifizierung des Demonstrationsgegenstands. Was den einen heilig ist, hat bei den anderen einen Pipifax-Stellenwert.
In Österreich darf die zuständige Behörde nur dann eine Demo verbieten, wenn die öffentliche Sicherheit oder das öffentliche Wohl gefährdet werden. Diese Gefährdung ist bei Demos , die einen friedlichen Verlauf erwarten lassen, kaum argumentierbar. Verkehrsstaus sind lästig. Lärm ist Belästigung. Schmutz und Abfall im Gefolge der Demo ärgert den Bürger. Aber das alles ist keine Gefährdung.   Insofern befinden sich also die Demonstranten mit ihren Veranstaltungswünschen gegenüber der Behörde immer leicht im Vorteil.
Wenn man, das alles bedenkend, dann im TV auch noch sieht , wie in anderen Ländern rund um den Globus Demonstranten verdroschen werden, ist Österreich , was die Demonstrationsfreiheit anbelangt, geradezu ein Paradies.

An dieser Stelle regt sich jetzt bei manchen Lesern schon Unwille.                                         Na will der, dass Leute, die ihr Recht auf Demonstration ausüben, blutig g’haut werden?
Nein, das wünsche ich mir natürlich nicht, aber das Demonstrationsrecht kann auch nicht Vorwand für jede Art der Provokation und Eskalation sein! Und gerade, weil wir das Demonstrationsrecht hochhalten wollen, haben die Demo-Organisatoren auch eine besondere Verantwortung und sie müssen über den Tellerrand ihrer eigenen Veranstaltung hinausblicken.

Regelmäßig an starken Einkaufstagen durch die Innenstadt oder die Mahü zu ziehen, heißt nämlich dort schon viele mögliche Kunden vertrieben zu haben, die im Radio oder TV aufgefordert wurden die Gegend zu meiden. Jeder weiß: weniger Kunden – weniger Umsätze – weniger Provision für jene, die zum guten Teil davon leben müssen – und das sind nicht die Reichen. Also Ebbe im Familienbörsel. Und da kann man die Handelsagenten gleich mit einbeziehen, die daran gehindert werden ihre Termine wahrzunehmen.

Nicht nur an sich, sondern auch an andere denken

 

Da büßen hübsch ein paar Unternehmer und Mitarbeiter dafür, dass etwa frustrierte Regierungsgegner – und nicht nur diese –  ihren Zorn ausgerechnet vor ihrem Geschäft hinausbrüllen wollen. 
Und, ganz ehrlich, es geht ja nicht nur ums Geld. Wenn man immer und immer wieder gerade in den Stoßzeiten bedenkenlos den Verkehr lahmlegt, werden in einer Großstadt wie Wien genug Menschen in der Ausübung zahlloser sozialer Verpflichtungen gehindert. Von “gestresst zur pflegebedürftigen Oma hurteln” bis hin zu “nach dem Job schnell die Kinder aus dem Kindergarten holen”.
Es sollte – Demonstrationsrecht hin oder her – nicht so einfach sein den Ast abzudemonstrieren, auf dem a n d e r e  sitzen müssen, im Einzelfall aber sogar die Demonstranten selbst.

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Wie ticken Politik und Medien wirklich?

Die Wiener Handelsagenten hatten am 3. Dezember bei vollem Haus Univ. Prof. Dr. Peter Filzmaier zu Gast. Es war ein informativer, spannender und unterhaltender Abend.

Nessler / Wiener Handelsagenten

Prof. Filzmaier begründete die wechselseitige Abhängigkeit zwischen Politik und Medien damit, dass Politik ohne Öffentlichkeit und die politikbezogenen Medien ohne das politische Insiderwissen nicht funktionieren können.

 

Wenn sie erfolgreich sein wollen, müssen Handelsagenten wissen wie ihre Branche funktioniert und das nicht nur oberflächlich. Staatsbürger denken genau so über die Vorgänge im Staat. In den letzten Jahrzehnten hat sich aber schleichend ganz allgemein ein gewisses Misstrauen entwickelt, ob wir die wahre Motivlage in Staat, Gesellschaft und bei den Medien überhaupt wirklich erkennen können. Es war also an der Zeit der Sache auf den Grund zu gehen.

 

Bildet die politische Szene das Volk ab?  Vermitteln die Medien die Wahrheit?                                                                                                                   

Durchaus erheiternd war Prof. Filzmaiers Exkurs in die Seele des Wahlvolks, das zwar von Politikern Unabhängigkeit, Bürgernähe, Sachkenntnis, Entscheidungsstärke, Charisma, Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit verlangt, aber selbst in diesen Kategorien nicht selten schwächelt. Die Anwesenden  (aber sie waren ja nicht gemeint) überraschte er mit der Behauptung durchschnittlich nur 10% der Bevölkerung würden sich für Politik interessieren – und das nur etwa 20 Minuten pro Woche. Nicht weniger ernüchtern war seine Feststellung :” ……was nicht in den alten und neuen Medien vorgebracht wird, gilt nicht und hat nicht stattgefunden”.

Untersuchungen zufolge sind nach wie vor TV, Zeitungen, Internet, Radio und soziale Netzwerke  mit absteigenden Prozentzahlen die beliebtesten Informationsquellen. Der politische Wissenserwerb durch persönlichen Austausch humpelt angeblich mit schütteren 4% weit abgeschlagen hinterher. Das wäre ein schwerer Schlag gegen den Stammtisch.               

Nessler / Wiener Handelsagenten

Die oben angeführte Reihenfolge gilt auch für die Zuordnung der Glaubwürdigkeit durch die Bevölkerung. Mangelnde Ausbildung der Journalisten und die Ressourcenknappheit in den Redaktionen, welche u.a. die fundierte Recherche behindert, ortet er als schwerwiegendste Handikaps in der Welt der Medien. Dass auch für die Medienwelt der Spruch Gültigkeit hat vom Geld, das die Welt regiert, wurde nicht bestritten. Die anschließende engagierte Publikumsdiskussion versuchte die letzten Unklarheiten zu beseitigen.  

 

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