Archiv für den Monat: April 2012

handelsagenten register

Handelsagentensuche punktgenau

Welche Funktion der Handelsagentenbetrieb in allen denkbaren Branchen erfüllt, das ist bei näherem Hinsehen nicht schwer zu verstehen. Auch, dass diese Profession besonders für kleine und mittlere Erzeugungsbetriebe eine gewinnbringende Vertriebsvariante ist, ist schnell heraus. Das wirkliche Problem ist einen Handelsagenten zu finden, der genau zum Erzeuger passt, der das richtige Vertretungsgebiet und die richtige Kundenkategorie (z.B. Handel, Gewerbe, öffentliche Hand …….etc) bearbeitet und dessen Verkaufspalette gerade diese neue mögliche Vertretung überhaupt zulässt.

Ich will nicht näher darauf eingehen wie viele Kontaktmöglichkeiten es gibt, angefangen von den wichtigen Messen, auf denen sowohl Handelsagenten als auch Erzeuger unterwegs sind, oder Spediteure, die die erfolgreichen Agenten in den jeweiligen Branchen kennen usw.

Heute will ich besonders auf die internationale Datenbank der IUCAB (International Union of Commercial Agents and Brokers) verweisen > COME-INTO-CONTACT

handelsagenten register
http://register.handelsagenten.at/index.html

Dieser Dachverband von Handelsagentenorganisationen, der zur Zeit 18 Mitgliedsverbände in ganz Europa und Nordamerika umfasst, hat eine Datenbank auf die Beine gestellt, die es ermöglicht in mehreren europäischen Ländern – natürlich auch in Österreich – Handelsagenten zu finden, die bereit sind neue Vertretungen zu übernehmen.

Um geringes Geld kann der Erzeuger eine „Anzeige“ schalten, die sofort den Agenten der jeweiligen Branche zugemittelt wird. Punktgenauer geht es nicht mehr.

Ich rate also interessierten Erzeugern und den Inhabern eines Gewerbescheins als Handelagent sich das einmal anzusehen, für beide ist etwas drin.

Gehen Sie auf register.handelsagenten.at und informieren Sie sich. Wenn etwas nicht klar ist, wenden Sie sich an das Österreichische Bundesgremium, Frau Gangl oder Hr. Mag. Rebernig.

Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien
T  +43 (0)5 90 900 – 3200 DW
F  +43 (0)5 90 900 – 287
E  handel5@wko.at

Obmann KoR W. Krammer

„Der Handelsagent ist Prüfungsstoff“

Ein brennendes Verlangen von 16-jährigen ist es nicht etwas über das Leben und Treiben von Handelsagenten zu erfahren. Aber der Handelsagent und seine Bedeutung im Vertrieb ist Teil der Betriebswirtschaftslehre, die in den 6 Schulen (www.vbs.ac.at) unterrichtet wird, welche der Fonds der Wiener Kaufmannschaft unterhält.

Obmann KoR W. Krammer
Obmann KoR W. Krammer

Also haben wir uns nach Kräften bemüht es den 70 jungen Damen und Herren so angenehm und interessant wie möglich zu machen, die letzte Woche auf Initiative und unter Führung von Frau Prof. Mag. C. Amberger von der HAK/HASCH Hamerlingplatz unsere Gäste im Wiener Gremium der Handelsagenten waren. Von ihr stammt auch das Zitat im Beitragstitel.

Prof. Amberger, Prof. Brenner, KoR Plaichinger
Prof. Amberger, Prof. Brenner, KoR Plaichinger

Nach einer kurzen Stärkung mit Snacks und Getränken brach in Gestalt des Obmannes KoR Krammer über die Besucher die theoretische Information herein über das Verkaufen einmal erzeugter Güter und die Notwendigkeit diese Erzeugnisse an die Kunden zu bringen. Und dass die Spezialisten Handelsagenten besonders für kleine und mittlere Betriebe eine bestens geeignete Vertriebsschiene darstellen. Obmann KoR W. Krammer

Den praktischen Teil übernahm KoR Plaichinger, der über die langjährigen Erfahrungen berichtete, die er in seinem Metier, der Textilbranche, angesammelt hat.Obmann KoR W. Krammer

Jedem Anwesenden war natürlich klar, dass Handelsagent nicht ein Beruf ist, den man, ob Frau oder Mann, mit 19 Jahren ergreift, weil es ein Erfahrungsberuf ist. Aber es schaffen solche Veranstaltungen (es war ja nicht die Erste) mehr Aufmerksamkeit für unseren Beruf in den Schulen und vielleicht packt in 20 Jahren den einen oder anderen doch die Lust sich als Selbständiger im Vertrieb zu verwirklichen.

johnnyb / pixelio.de

Auf „Pendlerpauschale“ habe ich gewartet

Von Zeit zu Zeit liegt im Zentrum der öffentlichen Diskussion ein großer heißer Haufen. Der „heiße Brei“ um den alle politisch Involvierten herumschleichen. In diesem Fall ist es der nach oben geschossene, vielleicht noch weiter raketengleich sich entwickelnde Spritpreis.

Zuerst kommen die immer gleichen Vorwürfe und Verdächtigungen gegenüber der Erdölwirtschaft. Ob sie wahr sind oder nicht kann kein Durchschnittsösterreicher beurteilen und die, die es kraft ihres Amtes oder ihres Informationsvorsprungs beurteilen können, behalten ihre Erkenntnis wohlweislich für sich. Die Erdölheinis putzen sich ab.

Die Grünen können ihre Begeisterung kaum verbergen, viele wollen es auch nicht, denn sie haben eine solche Entwicklung ja vorausgesagt. Ihr Wunsch vor 2 Jahrzehnten, der Benzinpreis solle doch am besten bei 20 Schilling liegen, ist in etwa Wirklichkeit geworden.

johnnyb  / pixelio.de
johnnyb / pixelio.de

Die Finanzministerin freut sich still, weil die, die ohne Auto nicht auskommen können, füllen bei einem Sechziglitertank den Staatssäckel mit rund 50 EURO (die, die „grundlos“ auf das Auto nicht verzichten wollen, tun das natürlich auch).

Also, so wird einige Zeit geschlichen, bis jemand das Wort Pendlerpauschale in den Ring wirft. Dieses Mal war es der Wirtschaftsminister, der sich mit seiner schnoddrigen Bemerkung, dass er den Spritpreis ganz sicher nicht regulieren werde, nicht gerade in zügelloser Weise Freunde gemacht hat. Daraufhin hat er offenbar viele unschöne Anrufe und e-mails gekriegt und erkannt, dass Leute, die früh und spät den Weg zur und von der Arbeit bewältigen müssen und dafür nicht eine Stunde länger brauchen wollen als nötig (weil Öffis ja auch nur fahren, wann sie wollen), Wähler sind.

Zum Unterschied von anderen Menschen in diesem Land – sagen wir EPUs – sind aber die Pendler auch Liebkinder der Arbeiterkammer. Na dann gibt’s gleich viel mehr Verständnis von allen Seiten. Pendler müssen ja fahren, die können gar nicht anders und die armen Hunde haben es bei Schnee und Kälte auch noch weit, die kriegen doch jedes Jahr erheblich mehr Fahrkilometer aufgebrummt als der Durchschnittsautofahrer. Und Kinder haben sie womöglich auch noch und eine Frau ……

Und jedes Mal, wenn das mit der Pendlerpauschale wieder losgeht, frage ich mich, ob all die kleinen Unternehmen, wie z.B. Handelsagenten, die nicht zum Spaß pro Jahr 40-, 50-, 80-tausend Kilometer fahren  m ü s s e n, die Idioten dieses Landes sind? Denen seit Jahrzehnten in systemwidriger Weise die Vorsteuer für ihren Betriebs-PKW vorenthalten wird. Die genau so, wie der Pendler, mit ihrem Geld und dem Mitteleinsatz für die kleine Firma rechnen müssen. Die zum Unterschied vom Pendler selbst für ihren Arbeitplatz sorgen, mit dem ganzen Risiko, das damit verbunden ist.

Es beneidet doch niemand den Mechaniker, der um ½ 5 in der Früh aufstehen muss, um vom Waldviertel rechtzeitig in Floridsdorf in der Schicht zu sein. Tut doch keiner! Aber ist es so schwer als Politiker (und da meine ich jeder Couleur) das Arbeitsumfeld auch selbständiger kleiner Unternehmer in seine Überlegungen mit einzubeziehen?