Archiv der Kategorie: Interessenvertretung

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Klagt die Deutschen !

Was am Anfang von allen bezweifelt wurde, reift zur Wirklichkeit. Die PKW-Mautpläne des deutschen Verkehrsministers Alexander Dobrindt passieren den Deutschen Bundestag.

Trotz aller Bedenken haben sich die deutschen Regierungsparteien darauf geeinigt dem CSU-Politiker seinen Willen zu lassen. Von der Parlamentsstärke her gesehen, wedelt da der Schwanz mit dem Hund. Wenn man den Medien beim Nachbarn folgt, ist es eher die Sorge, ob da überhaupt nach Abzug der Eintreibungskosten genug in der Kasse bleiben wird, damit sich der ganze Aufwand lohnt.

Die Verletzung des EU-Rechts, das eine Diskriminierung von EU-Bürgern untersagt, deren Autos nicht in Deutschland zugelassen sind, ist dagegen in den Hintergrund geraten. Für die Deutschen.

Den in erster Linie benachbarten Ausländern kann es natürlich nicht egal sein, dass für die Benützung von Bundesstraßen und Autobahnen im Endeffekt nur sie zahlen müssen. Für österreichische Handelsvertreter wäre das die zweite Mehrbelastung gegenüber deutschen Kollegen. Es käme nämlich zu dem Umstand, dass diese im Gegensatz zu den Österreichern alle ihre Autos vorsteuerabzugsfähig betreiben können (was einen nicht unerheblichen Kostenvorteil bedeutet), die unfreundliche Behandlung als Straßen – cash cow, die nach Dobrindts Plänen den Deutschen durch entsprechende Rückvergütungen erspart bleiben soll.

Die österreichische Regierung muss gegen diesen Unfug sobald wie möglich wirksame (!) Schritte unternehmen, weil das drohende Wegschauen der Kommission in dieser Angelegenheit eine ganze Flut diskriminierender Maßnahmen im gesamten EURO-Land nach sich ziehen würde.

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Foto Betty/www.pixelio.de

Es wird unsere Aufgabe sein zu kontrollieren, wie groß der Druck ist, den Minister Stöger in dieser wichtigen und prinzipiellen Sache in Brüssel und vor dem EUGH macht.

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Wir sind keine Bananenkammer !

In NEWS und KURIER wird darüber berichtet, dass sich die Staatsanwaltschaft, angeblich sogar der Verfassungsschutz, mit Wahlfälschungen im Zuge der letzten Wirtschaftskammerwahl 2010 befasst. Mehrere Personen sollen im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen.

Von Zeit zu Zeit erfährt der TV-Konsument, dass in irgendwelchen weit entfernten Regionen ein Diktator aufgrund von „demokratischen“ Wahlen wieder an die Macht gekommen ist. Wahlbeobachter (sofern sie überhaupt zugelassen sind) berichten von massiven Wahlfälschungen, NGOs und UNO protestieren – aber was hat das mit uns hier in unserem lieblichen Österreich zu tun? Wir sind eine gefestigte Demokratie, haben die Spielregeln dieser Staatsform längst verinnerlicht und handeln danach.

Als erfahrene politisch interessierte Menschen wissen wir natürlich, dass im Zuge von Wahlkämpfen manchmal über die Stränge geschlagen wird, Wahlabkommen gebrochen werden und die beschworene Fairness oft ein paar Dellen abbekommt. Ist nicht schön, ist meistens nicht anständig, widert das Wahlvolk an, aber man kann es , wenn man will, zur Not noch mit Übereifer entschuldigen.

Wahlfälschung aber ist handfester Betrug !

Da ist nichts mit Übereifer! Da hauen welche der Demokratie mit einer Eisenstange in die Kniekehlen. Da vergehen sich welche an unserem Vertrauen! Unsere Unternehmer sind keine Betrüger und tausende ehrenamtliche Kammerfunktionäre aus allen Lagern sind es auch nicht. Kammermitglieder müssen ausnahmslos sicher sein können, dass gewählte Funktionäre, egal von welcher Partei, tatsächlich die größte Zustimmung erhalten und nicht, dass sie am effektivsten betrogen haben. Die betroffenen Gruppierungen sollten daraus schleunigst ihre Konsequenzen ziehen!

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Sparen, Schulden, Geldvernichtung – ein Plädoyer für die Vernunft im Staat

LIEBE KOLLEGINNEN UND KOLLEGEN, IHRE MEINUNG IST GEFRAGT!

Na schön, es wird also auch bei der neuen Regierung keinen lauwarmen Geldregen geben, der –  den Wahlplakaten zufolge –  über verschiedene Teile der Bevölkerung hätte niedergehen sollen.  Ganz im Gegenteil, böse Zungen sprechen von Sparpaketen.

Als zumeist kleine Selbständige erwarten wir uns, dass so wie wir unsere Firmen mit größtem Einsatz und häufig unter schwierigsten finanziellen Bedingungen führen müssen, auch der Staat seine Rolle neu definiert und verantwortungsvoll und mit Vernunft wahrnimmt.

 

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Hier ein paar Mindestanforderungen (unvollständige Aufzählung):

Bund und Länder müssen sich von allen Aufgaben trennen und aus allen Bereichen verabschieden, in denen sie nichts zu suchen haben. Das spart in der Verwaltung und  senkt die Budgetbelastung.

Erkannte Zweigleisigkeiten innerhalb eines halben Jahres abstellen.

Nicht alles, was der allgemeinen Ansicht nach positiv zu bewerten ist, nicht alles, dessen Bestand in Gefahr ist, nicht jeder, der  seit erdenklichen Zeiten einen traditionellen Förderanspruch zu haben glaubt, muss gefördert werden. Damit werden verschiedene „Projekte“  und Fördermittelempfänger von der Bildfläche verschwinden, denen niemand, ausgenommen ein paar unmittelbare Nutznießer, eine Träne nachweint. Die Gleichung „Je näher einer Partei, desto förderungswürdiger“   können wir uns beim besten Willen nicht länger leisten. Auch marode Fußballvereine müssen sich dann neue Geldquellen suchen.

Je knapper das Geld wird, desto vernünftiger versucht man es einzusetzen. So halten wir Normalbürger es zumindest in unseren Familien und Firmen. Niemand kürzt alle Ausgaben quer Beet, sondern es wird zuerst dort gespart, wo keine unbedingte Notwendigkeit für die Ausgabe existiert und das vorhandene Geld fließt vernünftiger Weise dorthin, wo der größte Nutzen entsteht.

Also keine sinnlose Sparwut, aber auch keine Steuerhöhungen und  keine Schuldenorgien,  sondern mit innovativem Elan die vorhandenen Mittel endlich mit Hausverstand einsetzen.

Bundes- und Landesparlamenten  wird man beibringen müssen, dass jedem Gesetzesbeschluss eine Berechnung beizulegen ist, in welchem Umfang der öffentliche Haushalt dadurch in Anspruch genommen werden wird. Ein permanenter Unterausschuss ist zu installieren, der bis ins Detail die Durchsetzung der Rationalisierungsvorschläge des Rechnungshofs (so an die 600) oder womöglich sogar Vorschläge von den Abgeordneten (Wettbewerb !!) überwacht und regelmäßig dem Plenum berichtet.

Dazu gehört auch eine  Arbeitsgruppe zur Auffindung sinnloser und daher obsolet gewordener Gesetze. Und dann weg mit dem alten Plunder, der mehr behindert als er regelt.

Wahrscheinlich gibt es noch viele gute Ratschläge für die Verantwortlichen, die mir gar nicht eingefallen sind.

Liebe Kollegenschaft, schicken Sie mir doch Ihre „Comments“ zu diesem Thema (wenn geht, ohne parteipolitische Gehässigkeiten). Wenn was G’scheites zusammenkommt, werde ich es gerne an die Zuständigen weiterreichen.

Handelsagenten stärken die Realwirtschaft

Realwirtschaft bedeutet Menschen in fachlicher Ausbildung und Arbeit, Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Produktions- und Handelsstufen, Investitionen auf lange Sicht, die angemessene Verteilung von Anstrengung und Nutzen auf mehrere Generationen. Die Realwirtschaft ist die wichtigste Stütze der sozialen Komponente eines Staates, weil sie der Mehrzahl der Menschen einen Anteil am Wohlstand und damit persönliche Freiheit bringt.

In dieser Welt ist der Handelsagent zu Hause. Er ist das Bindeglied zwischen denen, die Produkte erfinden, entwickeln, produzieren und auf eigenes Risiko auf den Markt bringen und jenen, die sie (gewerblich) anwenden oder verbrauchen wollen und können.

Der Handelsagent ist die professionelle Vertrauenseinrichtung zwischen Wirtschaftsteilnehmern unterschiedlichster Größe.

Christa El Kashef / pixelio.de

WIRD JETZT ALT UND KRANK SEIN SCHÖNER?

Soeben erfolgte der Startschuss zur Urbefragung, dem „Wünsch-Dir-was-Projekt“ der Soz.Versicherungsanstalt der Gewerblichen Wirtschaft. Wie man ihn kennt, wird Präs. Leitl seine Idee nicht  zu einer Alibi-Aktion verkommen lassen.

Niemand wünscht sich krank und siech zu sein, eh klar. Wenn es doch passiert, kommt man mit den Ärzten, häufig auch mit  der Krankenkasse in Berührung. Ab einem gewissen Alter auch mit der Pensionsversicherung. Beide Institutionen geben, soweit bekannt, nicht übermäßig Anlass zum Unmut der Versicherten. Aber weil man alles besser machen kann und Dienstleistungsanbieter (und das sind die Sozialversicherungen nun einmal) ihr Geschäft nicht nur aus der eigenen Befindlichkeit heraus betrachten dürfen, stellt Leitl „unsere“ Sozialversicherungsanstalt auf den Prüfstand.

Christa El Kashef  / pixelio.de
Foto: Christa El Kashef / pixelio.de

Ein Fragebogen (1 Seite, leicht verständ-lich, mit helfenden Erklärungen unter www.svagw.at), gibt der beitragszahlenden Klientel die Möglichkeit unkompliziert mitzu-teilen, woran ihr Herz  hängt. In einem Land, dem es an obrigkeits-staatlichen Modellen nicht gerade mangelt, eine absolut sensationelle und bis jetzt einmalige Vorgangsweise. Umso mehr, als so manches, worüber der mit 38° Grad im Bett schwitzende Versicherte Zeit hat zu räsonieren, seine Ursache beim Gesetzgeber hat und nicht bei der Sozialversicherung selbst. Siehe z.B. Mehrfachversicherungen. Das heißt, die Beschwerdeabteilung der Anstalt büßt nicht selten für fremde Fehler.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, frisch ans Werk! Ich habe mich nicht länger als  3 Minuten damit aufhalten müssen, weil ich auf der oben genannten website meinen Fragebogen gleich online ausgefüllt habe. Wir werden unsere SVA noch lieben lernen!