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CULPA IN ELIGENDO oder “ wer hat denn d e n mitgebracht?“

Hier soll einmal nicht darüber gejammert werden, dass sich begreiflicherweise alle in die Büsche schlagen, wenn die teure Vase in Scherben liegt. Anders ausgedrückt, wenn die bis zum Gehtnichtmehr aufgeblasene Provinzbank den Beteiligten um die Ohren fliegt und diejenigen, die großspurig im Schadensfall für alles aufkommen wollten, sich als Negeranten herausstellen.

 Culpa in eligendo bedeutet nichts anderes, als dass man sich die falsche Personalauswahl zurechnen lassen muss. Auch wenn einem die Konsequenz der nachweislichen Fehlentscheidung manchmal die Tränen in die Augen treibt.

In demokratischen Staaten wählt das Volk die Akteure. Hintennach zahlt das Volk den Schlamassel, wenn einer  angerichtet wurde. Wie der Zigarrenrauch löst sich die politische Verantwortung in Luft auf. Tatsächlich den Buckel hinhalten muss der Steuerzahler/Staatsbürger und auch gleich die Folgen tragen: Staatsschulden, Inflation, Ressourcenverlust, Steuererhöhungen,  Arbeitslosigkeit etc.

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Es existieren doch Kontrollorgane? Richtig, aber die sitzen , wenn es grauslich wird, in einem Hinterzimmer mit dem Kopf zwischen den Knien und halten sich die Ohren zu. Oder aber, im für sie günstigeren Fall, werden ihre Warnungen in den Wind gesprochen bzw. unterdrückt, weil sie die politische Idylle stören.

Ist es Zynismus, wenn es heißt jedes Volk hätte die Politiker, die es verdient? Vielleicht, aber auf jeden Fall hat es die, die es wählt. Also lernen Sie die drei Worte auswendig: culpa in eligendo.

Und sagen Sie sich diese vor, wenn Sie das nächste Mal in die Wahlzelle gehen. Denn verantwortlich sind Sie!