Schlagwort-Archive: Vorsteuerabzug

Klagt die Deutschen !

Was am Anfang von allen bezweifelt wurde, reift zur Wirklichkeit. Die PKW-Mautpläne des deutschen Verkehrsministers Alexander Dobrindt passieren den Deutschen Bundestag.

Trotz aller Bedenken haben sich die deutschen Regierungsparteien darauf geeinigt dem CSU-Politiker seinen Willen zu lassen. Von der Parlamentsstärke her gesehen, wedelt da der Schwanz mit dem Hund. Wenn man den Medien beim Nachbarn folgt, ist es eher die Sorge, ob da überhaupt nach Abzug der Eintreibungskosten genug in der Kasse bleiben wird, damit sich der ganze Aufwand lohnt.

Die Verletzung des EU-Rechts, das eine Diskriminierung von EU-Bürgern untersagt, deren Autos nicht in Deutschland zugelassen sind, ist dagegen in den Hintergrund geraten. Für die Deutschen.

Den in erster Linie benachbarten Ausländern kann es natürlich nicht egal sein, dass für die Benützung von Bundesstraßen und Autobahnen im Endeffekt nur sie zahlen müssen. Für österreichische Handelsvertreter wäre das die zweite Mehrbelastung gegenüber deutschen Kollegen. Es käme nämlich zu dem Umstand, dass diese im Gegensatz zu den Österreichern alle ihre Autos vorsteuerabzugsfähig betreiben können (was einen nicht unerheblichen Kostenvorteil bedeutet), die unfreundliche Behandlung als Straßen – cash cow, die nach Dobrindts Plänen den Deutschen durch entsprechende Rückvergütungen erspart bleiben soll.

Die österreichische Regierung muss gegen diesen Unfug sobald wie möglich wirksame (!) Schritte unternehmen, weil das drohende Wegschauen der Kommission in dieser Angelegenheit eine ganze Flut diskriminierender Maßnahmen im gesamten EURO-Land nach sich ziehen würde.

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Foto Betty/www.pixelio.de

Es wird unsere Aufgabe sein zu kontrollieren, wie groß der Druck ist, den Minister Stöger in dieser wichtigen und prinzipiellen Sache in Brüssel und vor dem EUGH macht.

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Harald Schottner / pixelio.de

Fahren wir zu wenig Auto?

Die österreichische Autobranche ist verstimmt. Die letzten Verkaufszahlen aus dem September sind ja nicht gerade erfreulich, wer hat schon gern ein Minus von 7%?

Das ist deshalb keine Größe, die man vernachlässigen kann, weil die Herren bei ihrer Pressekonferenz 43 Milliarden Umsatz, 450.000 Beschäftigte (wenn man alle Zulieferer und sonstwie Betroffenen dazurechnet) und ein Gesamtsteueraufkommen von allem, was mit dem Auto zu tun hat, von sage und schreibe 15 Milliarden pro Jahr ins Treffen führten.

Unter den gewünschten Maßnahmen, die der Branche wieder auf die Räder helfen könnten, fand sich auch der bedingungslose Vorsteuerabzug für PKWs im Betriebsvermögen. Eine seit Jahrzehnten gebetsmühlenartig, aber erfolglos, vorgebrachte Forderung der Handelsagenten.

Harald Schottner  / pixelio.de
Harald Schottner / pixelio.de

Die Bevölkerungszahl wächst zwar, die Autos werden (wahrscheinlich nicht) weniger, aber sicher sinkt die Kilometerleistung pro Jahr, wodurch der Nachbeschaffungsdruck erheblich nachlässt. Über den Gebrauchtwagenverkauf klagen die Chefautomobilisten allerdings nicht. Das heißt, wir drehen uns gegenseitig den alten Schrott an, mit dem wir länger gefahren sind, kaufen aber nicht genug Neues.

Schnell und mit Absicht Autos auf die Straße zu bringen, die auf dem letzten technischen Stand sind,  wäre jedoch ein dringendes Umweltanliegen. Zurzeit argumentiert das Gremium der Handelsagenten nachdrücklich dafür, dass man vor allem kleineren PKWs, die hohe Umweltanforderungen erfüllen, den Vorsteuerabzug gewährt. Betriebsbedingte Autofahrten wird es immer geben müssen. Die Unternehmen und Staatsbürger, die vom Autogebrauch abhängig sind, mit  Stadtsperren  zu quälen wird’s nicht bringen. Den vernünftigen Gebrauch noch mehr mit dem Umweltschutz zu verbinden, wird eine lohnende Aufgabe für die neue Regierung darstellen

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Versicherungsgebäude steuerlich mit 5 Stockwerken gedeckelt?

„Die Geschoße darüber werden ab 2013 steuerlich nicht anerkannt. Das gilt ebenso für Bauwerke von Banken und Konzernen. Unleugbar hat die Maßnahme starke Ähnlichkeit mit der steuerlichen Beschränkung des Anschaffungspreises von Firmen-Pkws auf EURO 40.000.- (Angemessenheit der Aufwendungen).

Grund für das scharfe Durchgreifen des Finanzministeriums ist der Umstand, dass die generösen Arbeitsbedingungen und Annehmlichkeiten des Führungspersonals in den oberen Stockwerken mit jenen der großen Masse von Mitarbeitern darunter nicht mehr in Einklang zu bringen sind. Die Abschreibbarkeit der LUXUSstockwerke führt regelmäßig zu Steuerausfällen und damit werden diese de facto vom Steuerzahler erheblich mitfinanziert.“ (red.)

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I. Rasche / pixelio.de

Das ist eine Falschmeldung

Ja, lieber Leser, geneigte Leserin – Sie haben es schon geahnt, dass es sich bei diesem Akt der „Steuergerechtigkeit“ um einen verspäteten Aprilscherz handelt. Überrascht es Sie aber jetzt nicht doch, dass wenigstens ein  T e i l  der Meldung richtig ist?

Sie werden es vielleicht für möglich halten, dass die Finanzbehörde der Versicherungsgesellschaft mitteilt, dass fünf ihrer zehn Stockwerke nicht der „Angemessenheit der Aufwendungen“  entspreche (z.B. mit der Begründung  Chefetage mit „Penthousecharakter“, großzügige Werksküche mit „Feinschmeckerattitude“, Fit- und Wellnessetage, Repräsentationsetage etc).

Ganz sicher werden Sie aber n i c h t glauben können, dass die Steuer darüber entscheidet, welches Auto ein Klein- oder Mittelbetrieb kaufen und was es kosten darf.

Ich bedaure – heute haben Sie nicht Ihren besten Tag! Es ist nämlich gerade umgekehrt!

Der Bauherr kann natürlich – und das ist ja auch in Ordnung –  den ganzen Bau steuerlich absetzen und klarer Weise die Vorsteuer bis zum letzten Nagel abziehen.

Na also, jetzt haben Sie es erfasst: es ist der H a n d e l s a g e n t, dem  mit seinen beruflichen 50.000, 80.000 Jahreskilometern die Finanz vorschreibt, wann sein Luxus beginnt und welches Auto bis zu welcher Anschaffungsgrenze steuerlich erlaubt ist. Und nur so nebenbei  – die an sich systemkonforme Abziehbarkeit der Vorsteuer kann der Kollege/ die Kollegin selbstverständlich auch vergessen.

A b s u r d i s t a n !

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BGO Robert M. Hieger zu Besuch in Wien

Quickstart des neuen Bundesobmannes R.M. Hieger

Kaum gewählt, nimmt Robert M. Hieger, der neue Bundesgremialobmann der österreichischen Handelsagenten, bereits seine neuen Aufgaben in Angriff (seit 2 Jahren übt er schon sehr erfolgreich die Funktion des Obmanns des Landesgremiums Tirol aus).

BGO Robert M. Hieger zu Besuch in Wien
BGO Robert M. Hieger (li.) zu Besuch in Wien

Sein erster Besuch galt dem Landesgremium Wien, um sich mit Komm. Rat Walter Krammer über die anstehenden Aufgaben des Bundesgremiums auszutauschen.

Es ist das Credo des 43jährigen Handelsagenten, der seit 1999 selbständig ist, mit Unternehmensschwerpunkt Agenturtätigkeit und Großhandel, spezialisiert auf Holzböden, Gartenmöbel, Holz im Garten und Öle für Holzoberflächen, die österreichischen Gremialmitglieder „als seine wichtigsten Kunden“ anzusehen.

Natürlich ist ihm klar, dass all jene seit langer Zeit offenen Punkte wie z. B. Gewinnung des Vorsteuerabzugs oder die Reduzierung der 8jährigen Abschreibungsdauer für betriebliche PKW nicht im Handstreich zu erledigen sein werden. Aber er ist sicher, durch enge Zusammenarbeit mit den Landesgremien und seinen Stellvertretern Renate Kratochwil und Axel Sturmberger für den Berufstand einiges weiter bringen zu können.

Mit der loyalen Unterstützung des Wiener Gremiums kann Hieger auf jeden Fall rechnen.

 

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