Unsere Erinnerung an Prof. Gustav Peichl

 

Ehre und Vergnügen war es für das Gremium der Handelsagenten Prof. Gustav Peichl anlässlich der Auftaktveranstaltung 2011 auf dem “Nudelbrett” der improvisierten Bühne im damals noch existierenden MODUL als Gast begrüßen zu können.Heute ging die Nachricht über sein Ableben im 91. Lebensjahr durch die Medien.

Eine Würdigung des Phänomens Peichl steht uns nicht  zu. Da gibt es zweifellos Berufene. Wir können nur die Erinnerung an den Abend hervorholen. Es war nicht selbstverständlich, dass er sich diesen Auftritt antun wollte.


Aber es war zu erkennen, dass er keine Scheu vor Menschen hatte und sich (wie das oben stehende Bild zeigt) dessen bewusst war, dass er etwas zu sagen und seine Meinung Gewicht hatte. Seine auch an diesem Abend manchmal durchbrechende, aber keineswegs bösartige Grantelei  ließ erahnen, dass er  für sein ständiges Umfeld – sagen wir – eine Herausforderung sein konnte. Das dankbare Publikum ergötzte sich an seiner unverblümten Geradlinigkeit  sowohl in politischer Hinsicht wie daran, dass er mich (als seinen Bühnenpartner)  mit einem wütend gefauchten “Aber das ist doch Blödsinn” platt machte, weil ich unterstellt hatte, er würde nur seine eigenen Hochhäuser mit Wohlwollen tolerieren. Zum bejubelten Abschluss gab’s für ihn rote Rosen, die er vorerst skeptisch betrachtete und dann knurrte “die geb’  ich meiner Frau”.

Für viele Menschen baute Peichl Häuser, Generationen übermittelte er liebevoll ziselierte Nachrichten mit seiner spitzen Feder, allen Anwesenden schenkte er die Einmaligkeit dieser Begegnung mit einem unverwechselbaren  österreichischen Kulturträger.

Möge er in Frieden ruhen!

 

 

 

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