Archiv für den Monat: Januar 2020

Kundengespräch – eine Erinnerung

Wenn ich behaupte “digitaler Autismus” greife um sich, ist das kein medizinischer Befund und auch nicht meine Absicht Menschen nahe zu treten, die sich  im Autismus-Spektrum befinden. Es ist nur eine hilflose Beschreibung dessen, dass eine steigende Anzahl von Mitmenschen  sehr reduzierte Auffassungen von “sozialer Interaktion” hat. Für sie scheint  schon whatsapp eine hohe Kommunikationsstufe darzustellen.

Stephanie-Hofschlaeger_pixelio.de

 

Ich schätze, ja liebe unseren Beruf des Handelsagenten nicht zuletzt deshalb, weil er mir Jahrzehnte Kontakt zu den unterschiedlichsten Menschen verschiedener Nationalitäten, mit den erstaunlichsten Fähigkeiten, Lebensformen und Anschauungen ermöglichte. Und zwar persönlich – von Angesicht zu Angesicht. Da ist lebenslange Freundschaft aber auch Gegnerschaft entstanden, was ich mit meinem vielleicht paradox wirkenden Ausdruck der “geistigen Körperwärme” umschreiben will.

Zum Berufsbild gehörte es, sich von Mensch zu Mensch auszutauschen und für uns ältere Semester ist das wahrscheinlich noch heute so. Z.B. eine beschwerliche Anreise und unbequeme Übernachtung auf sich zu nehmen, um am nächsten Morgen bei einer Tasse Kaffee  mit Geschäftspartnern die Aspekte  eines gemeinsamen Projekts Aug in Aug zu besprechen.

Weil das heute über weite Strecken als überholt gilt, entfällt auch der Handschlag, der damals das Geschäft besiegelte. Deshalb braucht es auch die sogar in der Politik beschworene Handschlagsqualität nicht mehr.

Ich bin dennoch ein hoffnungsloser Optimist und so will ich mir nicht vorstellen, dass es im Jahr 2300 in den gebräuchlichen Geschichtslehrmitteln heißen wird: Das 21. Jahrhundert brachte eine entscheidende Wende in der Entwicklung der Menschen. Sie hörten  auf miteinander zu reden.

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Steuerkünstler

sind nicht die Zauberer, die die Steuerpflicht möglichst kunstvoll umgehen, sondern diejenigen, die die umfangreichen und komplizierten  Steuergesetze und Erlässe bis ins kleinste Detail in ihrer Steuererklärung berücksichtigen und dabei dennoch alle Möglichkeiten nützen, legales Steuersparen zu betreiben. Werden auch Sie zum Steuerkünstler!

Shutterstock Editor AtLarge

 

Ganz ohne Netz müssen Selbständige in Österreich ja Gott sei Dank nicht mehr arbeiten (Steuerberater, Sozialversicherung, Wirtschaftskammer) , aber nicht wenige fühlen sich schon so wie der mutige Bursch auf unserem Bild.

Wertvolle Informationen zu diesem Thema

Wann :                 Montag 2.März um 18 Uhr

Wo:                       Haus der Wiener Wirtschaft / Straße der Wiener Wirtschaft 1, 1020 Wien

 Mag. Ursula Kilzer,  Vertrauenssteuerberaterin des Gremiums der Handelsagenten hält, speziell abgestellt auf Kleinbetriebe, einen Vortrag zum Thema

“Papierlose Buchhaltung und alles Neue bei  der Steuer”

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, rasche Anmeldung daher empfehlenswert.T +43 1 514 50 3268 | F +43 1 514 50 93262
E handelsagenten@wkw.at |  

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Arbeitszeitverkürzung für Selbständige?

Gesellschaft und Ökonomie ändern sich rapide. Welche Auswirkungen bringt das für die Arbeitszeit der Selbständigen? Nach einer Umfrage der AK Oberösterreich wünschen die Arbeitnehmer, die mehr als 30 Stunden pro Woche arbeiten, weniger Wochenstunden – hingegen wollen die unter 30 Stunden Arbeitenden mehr Wochenstunden.

Da interessiert es doch, wie viel  denn heute z.B. die Wochenarbeitszeit von kleinbetrieblich tätigen Unternehmern ausmacht (sagen wir: von Handelsagenten)? Die Spanne reicht von der totalen Selbstausbeutung bis zum ökonomischen Mindesterfordernis weniger Stunden. Wird sie sich ändern und wie wird sie sich ändern?

Foto: Shutterstock  795080626

Zwei deutlich erkennbare Umstände haben immer mehr Einfluss auf die menschliche Arbeitszeit in den entwickelten Ländern:    

A) Die Neubewertung der Arbeit                                                                                                                  in Richtung  “Ich möchte kürzer arbeiten und mehr Zeit haben für meine Familie/die Pflege meiner alten kranken Mutter/meine Hobbies/meine Weiterbildung etc. etc. ” bedeutet, man sucht ein neues Verhältnis zwischen Arbeit und sinnvoller Freizeit. Das wird auch an den Selbständigen nicht vorbeigehen. Den vollen finanziellen Ausgleich stelle ich mir sowohl bei Selbstständigen wie bei Unselbständigen in jeder Hinsicht schwierig vor.

B) Die im totalen Umbruch befindliche Arbeitswelt,                                                                      die für ein gleich bleibendes Ergebnis immer weniger menschlichen Zeiteinsatz benötigt oder manchmal diesen Einsatz sogar zu verhindern sucht. (Automatisierung/Digitalisierung/Künstliche Intelligenz etc. etc.)

Welchen Einfluss hat das auf die  Eine-Person-Unternehmen (EPUs) und die Chefs der KMUs jetzt und wie wird es in 10, 20 Jahren sein? Wie groß wird der Anpassungsdruck auf kleine Unternehmen durch ein noch weiter erhöhtes Tempo ihrer wirtschaftlichen Umgebung (Kunden und Lieferanten)? Wird der ständig drängende Technologiefortschritt auch im Bereich der Kleinstunternehmer zum Helfer in der Frage der Arbeitszeitverkürzung  oder  kommen Herr und Frau Unternehmer dann überhaupt nicht mehr zum Schlafen?

Spielen Sie Prophet und

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Eine Frage der Ehre

Ich bin nicht sicher, dass alle renommierten Persönlichkeiten, die eventuell ebenfalls in Frage gekommen sind, die Position einer Notnagel-Bundeskanzlerin, eleganter ausgedrückt Übergangsbundeskanzlerin eingenommen hätten. Welcher Ruhm war da schon zu ernten? Wie viele Fallstricke waren von Haus aus gespannt worden?

Foto Bernd  Deschauer / pixelio.de

Heute hat sich Frau Dr. Bierlein nach etwa einem halben Jahr wieder verabschiedet. “Es war die größte Ehre meines Lebens”.

Ohne die Archive durchstöbert zu haben, ist es für mich gewiss, dass wir einen solchen Satz von aus dem öffentlichen Amt scheidenden Personen in den letzten Jahrzehnten recht selten oder gar nicht gehört haben. Diese Posten sind üblicherweise mit einem gerüttelten Maß von Verfügungsgewalt, Ansehen, einer guten Bezahlung, der beachtlichen Zahl von Privilegien und jeder öffentlichen Aufmerksamkeit verbunden. So hält die Bevölkerung dies alles für ein ausreichendes Äquivalent dafür, dass sich ein führender Politiker Tag und Nacht allen (un)denkbaren Annehmlichkeiten und Unannehmlichkeiten aussetzt. Das erspart auch, sich Gedanken darüber zu machen, ob die Begleiterscheinungen einer solchen Tätigkeit vielleicht nicht einmal dem sprichwörtlich “ärgsten Feind” zumutbar sind.

Fällt Ihnen auf, dass das Wort Ehre im letzten Absatz nicht ein einziges Mal vorgekommen ist? Wann fühlen Sie sich geehrt? Wenn – abgesehen von dem ganzen Klimbim, der mit einer Aufgabe verbunden ist – Sie außerordentliche Wertschätzung erfahren, wenn man Ihnen größtes Vertrauen entgegenbringt, wenn man ein hohes Gut in Ihre Hände legt, wenn Ihre persönliche Integrität nie in Zweifel gezogen wird.

Für die Übernahme  öffentlicher Ämter aller Art sollten das selbstverständliche Voraussetzungen sein. Der Verdienst von Frau Dr. Bierlein ist es nicht zuletzt, dass sie in der Zeit einer mit “fakes” überschwemmten Welt das öffentliche Amt wieder zu einer Frage der Ehre gemacht hat.

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Es wird Zeit für den ökologischen Vorsteuerabzug

Seit Jahren verlangt der Fachverband österreichischer Handelsagenten den Vorsteuerabzug für Anschaffung, Miete, Leasing, Betrieb und laufende Kosten betrieblich genutzter PKWs unter Berücksichtigung  ÖKOLOGISCHER KRITERIEN.

Eine Regierung mit starker grüner Beteiligung, sollte zu dieser lange bestehenden Forderung der österreichischen Handelsagenten NICHT NEIN sagen können. Nichts hat sich daran geändert, dass man diesen Beruf nur unter Verwendung eines individuellen Fahrzeugs bewältigt , das bei einem üblichen Vertretungsgebiet kein Roller und kein Fahrrad sein kann.

Immer wieder haben wir darauf verwiesen, dass die jetzige Liste der vorsteuerabzugsberechtigten PKWs nicht den Berufserfordernissen der meisten Kollegen entspricht. Da gibt es vernünftigere und vor allem flexiblere Möglichkeiten. In vielen EU-Ländern gibt es derartige Regelungen, weil man vor allem kleine Unternehmen nicht sinnlos bestrafen will.

Und so ziehen mit unserer Unterstützung Bundesgremialvorsteher Hieger und unser Bundesgeschäftsführer Mag. Rebernig unverzagt, aber bisher ergebnislos, von Minister zu Minister, um unsere Idee einer ökologisch vertretbaren Lösung zu verkaufen, die den Berufsausübenden mehr Gerechtigkeit bringt.

Wenn sich jetzt schon die als Wirtschaftspartei bezeichnete Fraktion mit der Umweltschutzfraktion zu einer Regierung zusammenfindet, na dann wär’s doch  

Foto: Christian v. R. / pixelio.de

an der Zeit einem süßen kleinen ökologischen (Neujahrs)-Vorsteuerabzugsbaby für Handelsagenten auf die Welt zu helfen!

 

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