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Muss Umweltschutz schmerzen? Ich glaube das nicht!

Ob die Bedingungen auf der Erde lebensfreundlich sind oder nicht, ist gerade nur für die Lebewesen von existenzieller Bedeutung. Den um einen Fixstern kreisenden runden Felshaufen Erde hingegen kratzt das gar nicht. Verhalten w i r uns rücksichtslos, egoistisch und ohne Vernunft, schießen wir nur uns selbst ins Knie und den meisten anderen Arten. Es braucht also zum eigenen Nutzen den sorgsamen, nachhaltig umsichtigen Umgang mit der Natur, aber er soll (das wünschen wir uns zumindest noch) für den modernen Menschen erträglich sein!

Mit der Beherrschung des Feuers und der Erfindung der Sesshaftigkeit hat die Menschensippe begonnen gegen den Ablauf der Natur zu handeln.

Höhlenmenschencredit  I am Jiffy  shutterstock

Der homo sapiens (= verständig, vernünftig, klug, weise, einsichtsvoll) hat es in der Folge am wildesten getrieben. So lange es auf der ganzen Erde nur wenige davon gegeben hat – vor 10.000 Jahren waren es geschätzte 10 Mio, um Christi Geburt ca. 300 Mio – waren die Auswirkungen schlimmstenfalls lokal. Heute sind wir aber rd. 26 mal so viele und haben zu unserem Vorteil und unserer Bequemlichkeit alles mögliche Teufelszeug erfunden und eingeführt.

Muss Umweltschutz foltern? Ist die fundamentale Freudlosigkeit ein unabdingbares Ziel?
Ich frage anders: hat anfänglich das Prinzip weh getan, sich nach dem Klogehen die Hände zu waschen? Und dennoch war es eine revolutionäre und im höchsten Maß zielführende Maßnahme.

Tut die Mülltrennung weh? Geht Mobilität nur in ihrer dreckigsten Form? Alles sicher nicht.
Jedoch Umweltschutz mit radikalster Entbehrung und gnadenlosem Verbot gleichzusetzen ist ein Marketinggag, um möglichst viel Aufmerksamkeit für eine – zugegeben – äußerst wichtige Sache zu gewinnen. Nach dem Motto: gute Medizin muss scheußlich schmecken, damit man weiß, dass sie wirkt.

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Wir Menschen sind es seit jeher gewohnt Belastungen, Veränderungen und Verzicht – wenn diese freiwillig abgewickelt werden sollen – nur gegen eine “ausgleichende Belohnung” in Form von Anreizen oder kleinen Gegengeschenken (ganz egal, was es ist) zu akzeptieren.

Den Leuten am flachen Land das Auto völlig zu vermiesen ohne ihnen Bus, Bahn, Ruftaxi oder günstiges car to go zu garantieren, wird ins Auge gehen. Ebenso Fabriken zu verjagen und als Gegenleistung die gekündigten Arbeiter zum AMS zu schicken.

Dass eine 14-Stunden-Räderung durch die ÖBB die Morgenmaschine von Wien nach Brüssel ablösen wird, wage ich ebenso zu bezweifeln. Da werden sich die Leute an den Schaltstellen der Macht Besseres einfallen lassen müssen.

TAUSCHE SCHMUTZIGES GEGEN SAUBERES geht nur – eigentlich gar nicht erstaunlich – mit Augenmaß und einer passenden vernünftigen Argumentation. Massiver Zwang fördert meistens den Widerstand bzw. die Illegalität.

Wichtiger sind die kleinen, aber konsequenten Schritte und dass wir alle noch mehr lernen uns mit Einsicht und ein wenig Freude für die gute Sache in die Riemen zu legen und nach Kräften zu ziehen.

Und alle in die gleiche Richtung, das wäre echt mega cool!

 

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