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Autofrei – mit oder ohne Autos?

Riskante Spielchen mit der Zukunft der Innenstadt

Die Leser älteren Semesters werden sich an den Fußballtormann erinnern, der einen harmlosen Roller mit einem spektakulären Hechtsprung “bändigte”. Die Zuschauergalerie war ihrem Walter Zeman dankbar und jubelte ausgelassen.

Leider ist die Methode sich für die eigene Galerie zu schmeißen heute vom grünen Rasen in die Politik übersiedelt. Jüngstes Beispiel ist die “autofreie Innenstadt”. Oder soll man wirklich glauben, dass diese großspurige Ansage dazu führt, dass kein Auto in den Bereich des Innenbezirks eindringen wird und die Gemeinde Wien die Besitzer der dann rd. 20 absolut wertlos gewordenen Parkhäuser entschädigen wird? Und was würde sie dann damit tun? Atomschutzbunker oder Fahrradabstellplätze wären eine Idee. Allein die mit viel Tamtam angekündigte Garage unter dem Neuen Markt würde einer 5-stelligen Anzahl der geliebten Tretfahrzeuge Platz bieten.

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Werden sich Lieferanten, Installateure, Wartungs- und Reinigungsfirmen, Serviceunternehmen aller Art oder Handelsagenten der ehemals gebräuchlichen Eselskarren bedienen, nur damit auf den zum Fahrzeugverkehr gebauten Straßen kein Motorengeräusch zu hören ist?

Ist es der Versuch jenen, die sich jeweils um Millionen in 1010 Wien angesiedelt haben, warme Eislutscher anzubieten, nämlich vom Lärm unbehelligt im Zentrum einer Großstadt zu wohnen, womöglich mit einem Parkplatz vor der Türe?

Wir müssen froh sein, wenn nach der COVID-Attacke, die ja noch nicht vorbei ist, auch die rund 1500 im 1. Bezirk ansässigen Unternehmen die Kraft haben ihr Überleben zu sichern.

Die Situation ist ernst und da ist es keine glänzende Idee mögliche Käufer, nur weil sie mit dem Auto anreisen wollen, aus dem Zentrum zu vertreiben.

Wie die Wiener Wirtschaftskammer hat sich auch der Bürgermeister für eine  s i n n v o l l e Verkehrsberuhigung ausgesprochen. Wollen wir doch hoffen, dass er sich durchsetzt. Wenn nicht, bleibt uns nichts anderes übrig, als alle rechtlichen Möglichkeiten zum Schutz und der Unterstützung unserer Mitglieder auszuschöpfen.

Feedback und Kommentare sind herzlichst willkommen!

 

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