Archiv der Kategorie: Gesundheit

Raubt Abendfussball Insekten den Schlaf?

Ein Problem, das  in der heutigen  ZIB 1 aufgeworfen wurde, in der es hieß, dass Flutlicht im Stadion die Regierungsbildung in Österreich vielleicht nicht gefährdet, aber zumindest behindert .

Man kann verstehen, dass ein tagaktives Insekt  am Morgen seine Appositionsaugen nicht mehr aufkriegt , weil man ihm am Vorabend mit rund 2.000 Lux (UEFA-Standard für Stadien)  in ebendiese hineingeleuchtet hat.

 

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Wenn ich allerdings  solches nicht als zentrales Bedrohungsszenarium ansehe (weder für die Umwelt, noch für die Regierungsbildung), könnten mir missionarische Umweltschützer menschliche Egomanie vorwerfen und Rücksichtslosigkeit gegenüber meinem biologischen Umfeld. Aber auch Menschen, die arbeiten und leben, sind mein biologisches Umfeld.

Mir geht einfach die Prioritätensetzung ab.

Hätte sich der homo sapiens Rechenschaft darüber abgeben können und wollen, dass er vor 300.000 Jahren mit bewusster Nutzung des offenen Feuers negativen Einfluss auf die Umwelt nahm  und hätte er demzufolge von Haus aus alle diesbezüglichen Aktivitäten unterlassen, dann wäre die Menschheit schon spätestens vor 10.000 Jahren am Ende gewesen. Die fortschreitende Entwicklung des Menschen brachte zwangsweise einen ständig steigenden Widerspruch zur Unberührtheit der Natur mit sich. Das ist noch kein Grund jeden derartigen Eingriff gut zu heißen. Aber sicher wird man 8 Milliarden (in Zukunft vielleicht 10 oder 12 Milliarden) Menschen nicht mehr ein Leben wie in der Steinzeit oktroyieren können.

Für jedes Umweltverbot braucht es einen ebenbürtigen Ersatz

Die heutigen  modernen Menschen wird man nicht zügeln können,  indem man um jede Mücke weint. Es gibt aber andererseits keinen Volksaufstand, wenn Plastiksackerln verboten werden, weil die Substitution in den Augen der Bevölkerung kein Problem ist. Das ausgerechnet mit fossilen Brennstoffen betriebene Auto werden nur wenige als unabdingbare Voraussetzung für individuelle Mobilität verlangen. Dann muss eben etwas anderes her.  Aber den Anspruch auf  individuelle Mobilität, deren Mittel  über das Fahrrad hinausgehen muss,  werden sich die Leute aus gutem Grund nicht nehmen lassen.

Die verschiedenen Lebensformen, Betriebe und  Berufe aller Art, Menschen in ihrer privaten Lebensführung verlangen doch nicht die widerspruchslose Hinnahme jedes umweltzerstörenden Wahnsinns. Aber Entscheidungssicherheit und akzeptable Alternativen zu den geächteten Produkten, Materialien und Technologien – das wäre doch schon etwas!

In Wirklichkeit gibt es 2 Engpässe: weltweite Zurverfügungstellung von sauberer Energie, die in ihrer Anwendung für alle Bereiche tauglich sein muss  und die Sicherung einer  gesellschaftlichen Ordnung, die dem Menschen Spielraum lässt für  Individualität, Hoffnungen, Träume und sinnhafte Selbstverwirklichung. Und da hinken Politik und Wissenschaft erheblich nach!

Mit unrealistischen Umweltforderungen die großen Betriebe aus dem Land zu treiben, die mittleren und kleinen Unternehmen zu martern, ohne ihnen einen gangbaren Ausweg zu weisen, das wird den Wohlstand abstürzen lassen und zur Flucht in die Illegalität führen.

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Madrid: Zwangsverheiratung von Klimadiskussion und Aufklärung ?

 

Ob in Venedigs Kirchen das Wasser bis zum Türgriff steht, weil die Temperaturen auf der Erde im Ablauf von Milliarden Jahren immer wieder von selbst rauf und runter gehen, oder ob der homo sapiens und seine Lebensweise dafür verantwortlich ist, oder beides, spielt für das Ergebnis nur eine periphere Rolle. Jetzt versteht es jeder: da ist echt was los!

Die Umweltschutzschraube wird weiter angezogen werden. Experten plädieren dafür den weltweiten jährlichen CO2- Ausstoß innerhalb eines Jahrzehnts zu halbieren.  Das greift unmittelbar menschliche Lebensgewohnheiten an und in Folge alles, was von diesen abhängt. Parallel dazu werden Globalisierung, Digitalisierung und Ökologisierung noch lang tiefe Schneisen in unsere liebgewonnenen Vorstellungen vom guten Leben schlagen. Und logischerweise wird sich auch der Sozialstaat infolgedessen plötzlich im Schwitzkasten befinden.

Auf den ersten Blick sind das keine guten Nachrichten.                                             

Wenn 500 Millionen Europäer ihr Leben umorganisieren müssen (und das wird kommen), wäre es gut dafür eine wirkungsvolle, wohlüberlegte, glaubhafte und für die Bevölkerung verständliche Strategie zu entwickeln. Regierungen werden ihre Bürger in einem gesamtheitlichen Ansatz für gröbere, weil wichtigere Einschnitte  gewinnen müssen, als es das Leben ohne Nylonsäckchen bedeutet. Da wird endlich nach dem Fake-Zeitalter die Rückkehr zu aufklärerischen, faktenbasierten Argumentationen und Entscheidungen unausweichlich sein, will man nicht der Egomanie, Gier und Dummheit Tür und Tor öffnen.

“Wie geht’s – was bringt’s – wann wirkt’s”                                                                             

wird wieder in den Mittelpunkt rücken. Das Marketing für eine gemeinsame, fein abgestimmte Kraftanstrengung aller relevanten Gesellschaftsteile muss her. So etwas gab’s nach 1945. Nicht freitags plärrende Schüler müssen zählen, nicht “Experten”, die sich gegenseitig durch die Talkshows prügeln, sondern zukunftsorientierte Szenarien, die durch realistisches Zahlenmaterial, naturwissenschaftliche Erkenntnisse und Rücksichtnahme auf die gesamtgesellschaftliche Machbarkeit gestützt werden. Vordergründige Klientelpolitik wird sich auf Dauer ebenso wenig halten wie das rücksichtslose Streben nach dem ideologischen Triumph.

Nicht nur das Überzeugen wird wichtig , sondern in gleichem Maß die Bereitschaft sich überzeugen zu lassen. Eine zerfaserte Gesellschaft wird wieder zusammenstehen müssen.

 

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Dieselfahrverbote erregen Deutschland

 

ibreakstock – shutterstock.com

Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig gelten Fahrverbote in Umweltschutzzonen für Diesel-PKWs EURO-Norm 1-4 per sofort, für Euro-Norm  5 ab Herbst 2019. Unbehelligt bleiben demzufolge die Fahrzeuge mit EURO-Norm 6.

Betroffen sind geschätzte 12 Millionen der in Deutschland angemeldeten 46 Millionen PKWs, die in etwa 60 deutschen Städten, zumindest abschnittsweise, nicht werden fahren dürfen. Die Deutsche Umwelthilfe klagt aber weiter alle Kommunen, in deren Bereich Messungen ein Überschreiten des von der EU erlassenen Limits anzeigen, um entsprechende Dieselfahrverbote zu erzwingen.

Parallel dazu wird allerdings an mehreren Fronten erbittert gerungen. Begriffe wie “Enteignung”, “Fehlmessungen”, “wissenschaftliche Ungenauigkeit” stehen im Raum.

Die Besitzer der inkriminierten Autos sprechen von “Enteignung bzw. Wertverlust”, weil sie ihre ordnungsgemäß zugelassenen PKWs nicht mehr uneingeschränkt nützen dürfen und dieser Umstand den Wert der Autos, soweit sie den EURO-Normen 1-5 entsprechen, bei Weiterverkauf ziemlich unattraktiv werden lässt. Verbunden damit gibt es heftigen politischen Streit darüber, ob nicht die Autohersteller flugs kostspielige Hard- und Softwarenachrüstungen vorzunehmen hätten, was diese kategorisch ablehnen.

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Solange die vielfach eingerichteten Messgeräte, die an verkehrsreichen Stellen die NOx-Anteile in der Luft  messen, keine behördlichen Verbote nach sich zogen, war offenbar das Interesse an ihnen gering. Jetzt aber werden sowohl die Positionierungen, wie auch die Methodik der Messungen in Frage gestellt. Man wird also daran gehen diese deutschlandweit zu überprüfen. Es kann durchaus sein, dass die ermittelten Werte sich erheblich ändern, wenn man die Messeinrichtungen wo anders hinstellt.

Nicht genug damit, hat ein Prof. Dr. Dieter Köhler an der Spitze einer Hundertschaft von Lungenfachärzten die Arena betreten, der die von der EU veröffentlichten Richtwerte in Zweifel zieht, weil die darin genannten NOx – Mengen  nach seiner Meinung keine nennenswerte Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit herbeiführen bzw. die Sterberaten nicht beeinflussen. Auch die vom PKW-Verkehr erzeugte Feinstaubbelastung hält er mengenmäßig für unproblematisch.

Und damit es richtig chaotisch wird, weigert sich der Verkehrsminister eine im ganzen Bundesgebiet  wirksame sogenannte “blaue Plakette”  aufzulegen, die gleichsam eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für die auf allerletztem Stand erzeugten /gebrachten Dieselfahrzeuge darstellen würde. Was bedeutet, dass jede Stadt es selbst wird regeln müssen, wie sie denn einen Diesel-PKW einstufen kann, ohne jedes einzelne Fahrzeug anzuhalten und die Zulassungspapiere zu kontrollieren.

Die jüngst angezettelte Auseinandersetzung darüber, ob in Deutschland Tempo 130 auf Autobahnen eingeführt werden soll (und es dann mit dem Traum von “freier Fahrt für freie Bürger” vorbei ist)  und die beginnende Abwicklung der Schadenersatzklagen von Autokäufern gegen die Autoindustrie, wird den deutschen Autohandel nicht so schnell zur Ruhe kommen lassen.

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G’sund Geld machen

Geld-zurück-Garantie für eifriges Radfahren, weniger Schnitzel, mäßig viel Alkohol und keine Zigaretten ? Wo gibt es denn das? Sie werden es kaum glauben – bei der SVA.

Geld zurück, das wollte ich auch. 🙂 

Bewegung in frischer Luft fördert
die Gesundheit und kann den Selbstbehalt
halbieren. / Foto Krammer

SELBSTÄNDIG GESUND sagte “Was sind Deine  Gesundheitsziele?”  Weniger Gewicht, guter Blutdruckwert usw. Damit habe ich ein halbes Jahr ganz schön gekämpft. Jetzt schnaufe ich nicht mehr beim Stiegensteigen , mache 160.000 Schritte im Monat und zahle statt 20% nur mehr 10% Selbstbehalt bei ärztlichen und zahnärztlichen Behandlungen.

Wie viel das bei Ihnen ausmachen könnte, zeigt die Abrechnung der SVA, die Ihnen jedes Jahr zugesandt wird . Viele wird es nachdenklich machen, dass sie doppelt so viel Selbstbehalt zahlen, als Sie eigentlich müssten. Auf  www.svagw.at finden Sie unter  Gesundheit & Vorsorge alle Informationen darüber, wie Sie das ändern können.

Und was ganz wichtig ist: es geht ja nicht nur um’s Geld, es geht um Ihr Leben !


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