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Handelsagenten zwischen den Stühlen

Die von der EU bis 2030 verlangten stark verringerten CO2- Abgaswerte für Autos führen lt. Experten zu spürbaren Preisanstiegen. Wenn dadurch die Verkaufs- und damit auch die Produktionszahlen sinken, gibt’s weniger Arbeitsplätze einerseits und steigende Stückpreise. Und gemessen an heutigen Autopreisen werden die Aufwendungen für E-Autos geschmalzen sein.
Das heißt, was wir jetzt haben wird teurer bzw. verboten, dafür wird was danach kommt echt kostspielig.

Der Vorsitzende des Volkswagen-Aufsichtsrats, Hans Dieter Pötsch, hält es für wahrscheinlich, dass Autos, wie sie heute produziert werden, jedoch ausgestattet mit E-Motor statt Verbrennungstechnik, Mehrkosten von 50% verursachen werden. Auf jeden Fall kann es dazu führen, dass auch der kleine PKW mit E-Antrieb außerhalb der finanziellen Leistbarkeit von Klein- und Mittelverdienern landen wird.

Möglicherweise ist das ein gezielter Schreckschuss eines Automanagers. Auf der anderen Seite kann VW , wie auch alle anderen Erzeuger dem E-Auto als die Zukunftsvariante des Automobils nicht ausweichen. Daraus ergibt sich relativ zwingend, dass für einige Zeit 3 Antriebssysteme nebeneinander angeboten werden müssen: Benzin, Diesel und Elektro.

Christian Senger and the ID./ Volkswagen

Bei Benzin und Diesel haben sich den Eigenheiten der Fahreigenschaft, der Haltbarkeit und der Kilometerkosten entsprechend, unterschiedliche Autotypen herausgebildet. Jemand, der eine hohe Kilometerleistung zu bewältigen hat und auch noch viel Zeug mit sich herumführt, neigt zum innenraumstarken Diesel. Das flotte kleine Stadtauto ist meistens ein Benziner. Diese harmonisch verteilte Mobilitätsbewirtschaftung geht aber langsam den Bach hinunter (siehe deutsche Stadtsperren).

Solange es keine absolut revolutionäre Erfindung auf dem Batteriensektor gibt sowie angesichts eines hohen Kaufpreises des E-Autos, verbunden mit eingeschränkter Reichweite, langer Ladezeit und unsicherer Versorgung mit Ladestationen werden sich die Massen nicht um diese Autos prügeln.
Da sprechen wir noch gar nicht von den spezifischen Erfordernissen bestimmter Berufe, wie zum Beispiel der Handelsagenten, deren Befriedigung in der E-Variante erwartbarer Weise einige Zeit dauern wird.

Handelsagenten_schaffen_Umsatz

Für die Handelsagenten wird die Übergangszeit eine echte Herausforderung. Sie werden zwischen den Stühlen sitzen.
Denn alle Autopreise werden kräftig (siehe oben) gestiegen sein. Das Angebot der alten Modelle wird sich ausdünnen. Die Preise der E-Autos werden die der Benziner und Diesel erheblich übertreffen, wobei die Modellvarianten – um den verständlichen ökonomischen Bedürfnissen der   Hersteller Rechnung zu tragen- sich in Grenzen halten werden.

Aber vielleicht müssen wir uns auf die Drohnen freuen?

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