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RETTET DIE WIENER INNENSTADT

Rettet die Wiener Innenstadt

Laut A. Einstein steht der Perfektion der Mittel nicht selten  die Konfusion der Ziele gegenüber. Wahrscheinlich hat er das Kabinettstück “Autofreie Wiener Innenstadt” vorausgesehen. 

Die Wirtschaft spielt nicht Monopoly

Es beginnt mit der unzutreffenden Ankündigung einer “autofreien Innenstadt”, die allerdings die Züge Trump’scher Übertreibungskomik annimmt . Da ist von über 20 Ausnahmen die Rede und von Innenstadtbewohnern, die in Zukunft die Alleinbenützer “ihres” Straßenraums sein werden. Wen wundert’s, wenn besonders nach 2 Monaten Lock down manche Geschäftsleute dem Herzinfarkt nahe sind.  Die spielen nämlich nicht Monopoly, sondern müssen für ihre Investitionen, für ihre Mitarbeiter oder das Warenlager richtiges Geld riskieren.

Der Wiener  Bürgermeister vermisst nachdrücklich ein fundiertes Konzept .

Das tun wir auch.

Eine gut organisierte Stadt braucht ein funktionierendes Zusammenwirken der verschiedenen Bevölkerungsgruppen, der denkbaren Mobilitäts- und Logistikmittel, der Wirtschaftstreibenden und ihrer Mitarbeiter, in Wien besonders auch des Kulturbetriebs  und natürlich einer kompetenten Stadtverwaltung (um nur die wichtigsten Komponenten zu nennen). Für das Zentrum gilt das doppelt.

RETTET DIE WIENER INNENSTADT

Der erste Bezirk sorgt nicht nur für eine sehr beachtliche Wertschöpfung, sondern  spielt als städtischer (!) Begegnungsort mehrere und sehr unterschiedliche verantwortungsvolle Rollen.

Klar leidet er darunter, dass der zur Verfügung stehende Raum nicht beliebig erweiterbar ist. Wenn die Verkehrs- und Besucherströme möglichst friktionsfrei  gelenkt werden sollen, dann wird man sich auch eine völlig neue Personen/Waren – Innenstadt-Logistik überlegen müssen. Die wird nicht mit einem Fingerschnippen, schon gar nicht aber durch ein paar Tafeln und reichlich Markierungsfarbe herstellbar sein.

Eine gesamtheitliche  Lösung für die Innenstadt

bedeutet nicht, dass die Bewohner sich in ihrer Wagenburg innerhalb der Ringstraße verbarrikadieren können und alle anderen sollen schauen, wo sie bleiben.  Da braucht es eine ausreichende Grundlagenforschung, in die Bewegungsprofile sowie derzeitige und zukünftige Erfordernisse  aller beteiligten Gruppen mit ihren divergierenden Interessen eingearbeitet sind. Persönlich glaube ich, dass dies einen Zeitraum von 2 Jahren in Anspruch nehmen wird. Das hätte das Verkehrsressort längst durchführen müssen, um dann in die Diskussion mit den Betroffenen einsteigen zu können.

Nach Corona wird das Wiederingangsetzen   der Wirtschaft in der Innenstadt  viel Sensibilität erfordern. Die Wiedergewinnung der Wertschöpfung, die Sicherung der Arbeitsplätze, die Förderung des sozialen Netzes, die Verteidigung des exzellenten kulturellen Stellenwerts, nachhaltige Tourismusziele – das alles sind heikle Felder, die sorgfältig gehegt und gepflegt werden wollen.

Ihr Feedback ist immer willkommen.

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