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Kaufen auf der Couch

Kaufen auf der Couch?

Wenn der Geist aus der Flasche ist, kriegt man ihn nicht mehr hinein. Ein Satz der auf viele Dinge passt. Nicht nur auf den Onlinehandel, der Anlass ist für die heutige Seite.
Der frühere Kunde im Geschäft…

Noch macht der digitale Handel einen kleinen Teil des gesamten österreichischen Einzelhandelsumsatzes aus. Aber das Baby wächst kontinuierlich Jahr für Jahr.

Ich gebe zu, dass ich gefühlsmäßig auf der Seite des kleinen, mittelständischenLadens stehe. Vielleicht, weil ich es seit mehr als 60 Jahren so gewohnt bin.Die großen europäischen Kaufhäuser wie z.B. das Lafayette in Paris (seit 1893), das Kaufhaus des Westens In Berlin (1907), das Wiener Gerngross (entstanden aus einem kleinen Stoffgeschäft und zur ersten Blüte gelangt 1883), das Corvin in Budapest (1926) und andere mehr, hatten natürlich – z. T. wegen ihres pompösen Auftritts – gewaltigen Zulauf, konnten aber die Entwicklung einer lebhaften Handelslandschaft nicht verhindern.

Anders verhielt es sich schon mit den manche Branchen dominierenden Ketten und ihren enormen Flächen ab den 1970er-Jahren. Da konnte den Kleinen schon angst und bange werden. Aber immer noch war es Einkauf in Verbindung mit der physischen Präsenz des Kunden.

Kaufen auf der Couch

……..sitzt heute auf der Couch

Online-Einkauf aber ist nicht nur die neue Methode sich als Konsument Ware zu beschaffen, sondern in der Gesellschaft wächst zügig ein neuer Wesenszug heran.
Eine jüngste Untersuchung besagt, dass 60% der österreichischen Bevölkerung bereits einmal online gekauft haben.

Die diesbezüglichen Voraussetzungen haben sich auch für das kleine oder mittelgroße Detailgeschäft in den letzten Jahren verbessert, aber der Glaube an den damit verbundenen großen Umsatzschub fehlt (zu Recht?) noch immer.

60% der Bevölkerung kauft Online

Als COVID 19 und der Lock down über uns hereinbrach, fühlten sich nicht wenige Detailunternehmen gezwungen, sozusagen aus dem Handgelenk, eine Versandabteilung aus dem Boden zu stampfen und setzten jemand in Permanenz neben das Telefon, um eingehende Bestellungen zu notieren.Dann fehlte wieder das genau passende Verpackungsmaterial oder die Logistik…..usw.

Auf jeden Fall kam auch das Publikum, von dem immer behauptet wurde, dass es auf das Vorbeikommen im Geschäft keinesfalls verzichten wolle, auf den Geschmack, alltägliche Dinge im Pyjama von der Couch aus einzukaufen.

Und diesen Geschmack werden die Leute nicht vergessen. Wer einmal Schokolade aß…!
Der Detailhändler wird nachziehen müssen – und zwar jeder!

Für Handelsagenten bleibt das natürlich nicht ohne Folgen. Kunden mit Onlineshop haben logischerweise auch andere Anforderungen an ihre Lieferanten. Die Konkurrenzverhältnisse verschieben sich ebenso. Aber als der jeweiligen Branche verbundene Vertriebsprofis können wir auf Detaillisten nicht verzichten, die sich peu à peu der neuen Zeit fügen wollen, können und müssen.

Das Gremium wird sich jedenfalls dieser Frage widmen.
Schreiben Sie uns Ihre Meinung  unter “Kommentare”.

 

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