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Wiener Innenstadt

Rettet die Wiener Innenstadt Teil 2

Ist die Wiener Innenstadt nicht mehr wert als ein politischer PingPong-Ball, der nun wahrscheinlich bis zur Gemeinderatswahl Mitte Oktober mit “Slice” und “Effet” dem Gegner um die Ohren gedroschen werden wird?

Wiener Innenstadt

Unser Mitgefühl gilt allen, die entweder als Unternehmer oder als Mitarbeiter mit ihrem beruflichen Mittelpunkt in 1010 diesem Spiel ausgesetzt sind. Vorgeblich geht es um eine strukturelle Besserstellung des Wiener Zentrums, tatsächlich aber um Stimmenmaximierung.

Unternehmen in der Wiener Innenstadt

Betroffene Unternehmer werden mir zustimmen, dass es für ein kleines Geschäft irgendwo in Wien schon eine Katastrophe sein kann, wenn die Tram- oder Bushaltestelle um 50 m , vielleicht sogar um die Ecke verlegt wird. Jeder muss kämpfen, Inhaber und Verkäuferin, um solche lokale Behinderungen wieder wettzumachen, die den meisten vorübereilenden Passanten gar nicht auffallen.

Wie es aussieht, fegt man aber jetzt mit der Kehrmaschine über den ganzen 1. Bezirk hinweg.Würde es sich um eine Blumenwiese handeln, würden Fachleute sich um die Existenz jedes Pflänzchens, jeder Maus, jedes Insekts Sorgen machen und mit Akribie die erforderlichen Maßnahmen einfordern. In der Innenstadt geht es aber nur um Menschen. Nur um Unternehmen. Nur um kulturelle Fixpunkte.

Leere Geschäftslokale

Als Handelsagenten wollen wir gut geplanten, durchdachten, Nutzen stiftenden Veränderungen nicht im Weg stehen. Wir wollen aber auch im 1. Bezirk unserer beruflichen Aufgabe zu akzeptablen Bedingungen nachkommen können. Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt. Vor allem aber wollen wir nicht vor leeren Geschäftslokalen stehen, die von Unternehmen aufgegeben werden mussten, weil ihnen nach der Corona-Krise eine Husch-Pfusch-Aktion das Kreuz gebrochen hat.

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RETTET DIE WIENER INNENSTADT

Rettet die Wiener Innenstadt

Laut A. Einstein steht der Perfektion der Mittel nicht selten  die Konfusion der Ziele gegenüber. Wahrscheinlich hat er das Kabinettstück “Autofreie Wiener Innenstadt” vorausgesehen. 

Die Wirtschaft spielt nicht Monopoly

Es beginnt mit der unzutreffenden Ankündigung einer “autofreien Innenstadt”, die allerdings die Züge Trump’scher Übertreibungskomik annimmt . Da ist von über 20 Ausnahmen die Rede und von Innenstadtbewohnern, die in Zukunft die Alleinbenützer “ihres” Straßenraums sein werden. Wen wundert’s, wenn besonders nach 2 Monaten Lock down manche Geschäftsleute dem Herzinfarkt nahe sind.  Die spielen nämlich nicht Monopoly, sondern müssen für ihre Investitionen, für ihre Mitarbeiter oder das Warenlager richtiges Geld riskieren.

Der Wiener  Bürgermeister vermisst nachdrücklich ein fundiertes Konzept .

Das tun wir auch.

Eine gut organisierte Stadt braucht ein funktionierendes Zusammenwirken der verschiedenen Bevölkerungsgruppen, der denkbaren Mobilitäts- und Logistikmittel, der Wirtschaftstreibenden und ihrer Mitarbeiter, in Wien besonders auch des Kulturbetriebs  und natürlich einer kompetenten Stadtverwaltung (um nur die wichtigsten Komponenten zu nennen). Für das Zentrum gilt das doppelt.

RETTET DIE WIENER INNENSTADT

Der erste Bezirk sorgt nicht nur für eine sehr beachtliche Wertschöpfung, sondern  spielt als städtischer (!) Begegnungsort mehrere und sehr unterschiedliche verantwortungsvolle Rollen.

Klar leidet er darunter, dass der zur Verfügung stehende Raum nicht beliebig erweiterbar ist. Wenn die Verkehrs- und Besucherströme möglichst friktionsfrei  gelenkt werden sollen, dann wird man sich auch eine völlig neue Personen/Waren – Innenstadt-Logistik überlegen müssen. Die wird nicht mit einem Fingerschnippen, schon gar nicht aber durch ein paar Tafeln und reichlich Markierungsfarbe herstellbar sein.

Eine gesamtheitliche  Lösung für die Innenstadt

bedeutet nicht, dass die Bewohner sich in ihrer Wagenburg innerhalb der Ringstraße verbarrikadieren können und alle anderen sollen schauen, wo sie bleiben.  Da braucht es eine ausreichende Grundlagenforschung, in die Bewegungsprofile sowie derzeitige und zukünftige Erfordernisse  aller beteiligten Gruppen mit ihren divergierenden Interessen eingearbeitet sind. Persönlich glaube ich, dass dies einen Zeitraum von 2 Jahren in Anspruch nehmen wird. Das hätte das Verkehrsressort längst durchführen müssen, um dann in die Diskussion mit den Betroffenen einsteigen zu können.

Nach Corona wird das Wiederingangsetzen   der Wirtschaft in der Innenstadt  viel Sensibilität erfordern. Die Wiedergewinnung der Wertschöpfung, die Sicherung der Arbeitsplätze, die Förderung des sozialen Netzes, die Verteidigung des exzellenten kulturellen Stellenwerts, nachhaltige Tourismusziele – das alles sind heikle Felder, die sorgfältig gehegt und gepflegt werden wollen.

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